Gewinnung von Wischwasser aus Regen

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Gewinnung von Wischwasser aus Regen

April 03, 2018 - 12:55
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Mit der kürzlich bei „Jugend forscht“ ausgezeichneten Idee von zwei Kindern ließen sich pro Jahr sechs Milliarden Liter Trinkwasser einsparen – Tendenz steigend.

Wischwasser aus Regenwasser - die geniale Idee von zwei Kindern. (Foto: Ford)

Als der 11-jährige Daniel und seine zwei Jahre jüngere Schwester mit ihren Eltern im Auto unterwegs waren, wollte ihr Vater während der Fahrt die Windschutzscheibe reinigen. Leider war das Wischwasser alle und die Windschutzscheibe wurde immer schmutziger. 

"Es gab einen Wolkenbruch. Überall war Wasser - außer im leeren Vorratsbehälter unseres Autos. Meine Schwester und ich fanden das sehr lustig, und dann hatten wir die Idee, einfach das Regenwasser zu sammeln und zu verwenden", sagte der 11-jährige Daniel aus Jülich.

Dieser geniale Einfall gewann kürzlich den ersten Preis bei der Regionalausscheidung von "Jugend forscht" in Jülich. "Wir konnten nicht glauben, dass niemand zuvor an so etwas gedacht hatte", fügte die 9-jährige Lara hinzu. "Um es auszuprobieren, haben wir unser Spielauto und die Pumpe von unserem Aquarium benutzt. Mit einem zusätzlichen Filtersystem haben wir dafür gesorgt, dass das Wasser sauber war. Das hat sehr gut funktioniert."

Als Ford-Ingenieure von der Idee hörten, waren sie sofort fasziniert und boten an, ein richtiges Testsystem in einen echten Ford S-Max zu installieren. Um das Wasser zu sammeln, wurde der Boden der Windschutzscheibe und der Vorratsbehälter mit Gummischläuchen verbunden.

"Daniels und Laras Idee erscheint naheliegend - doch es hat diesen einen Moment des Einfallsreichtums gebraucht, um eine geradezu geniale Lösung zu erfinden. In weniger als fünf Minuten Regen ist der Wischwasserbehälter voll", sagte Theo Geuecke, Supervisor, Body Exterior Hardware, Ford of Europe.

In Europa werden pro Auto circa 20 Liter Wischwasser jährlich verbraucht. Bei 291 Millionen zugelassenen Autos könnte das System fast sechs Milliarden Liter Wasser pro Jahr einsparen. Hinzu kommt, dass die steigen Zahl an Kameras und Sensoren der Reinigungsaufwand steigt – und damit der Wasserverbrauch.

Das Projekt im Video mit den beiden "Nachwuchs-Ingenieuren" (englisch)

 

 

 

Bereits jetzt arbeiten die Ingenieure von Ford daran, Wasser durch Regen und Kondenswasser einzufangen sowie Feuchtigkeit aus der Luft zu gewinnen um sie in Trinkwasserqualität zu filtern. Wer weiß, vielleicht wird in naher Zukunft auch der Trinkwassertank eines Reisemobils auf diese Art gefüllt.

Info: corporate.ford.com/innovation/thirsty--try-on-the-go-h2o-.html