ADAC testet Kindersitze - drei durchgefallen

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ADAC testet Kindersitze - drei durchgefallen

Mai 23, 2018 - 13:47
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Stiftung Warentest und der ADAC haben Kindersitze getestet. Nicht alle sind sicher, drei von 23 sind durchgefallen. Allerdings konnte kein Sitz die Note "sehr gut" erringen.

23 Kindersitze mussten sich im Test beweisen, drei fielen durch. (Foto: ADAC)

Ein Kleinkind hätte in diesem Kindersitz kaum Chancen, bei einem Unfall unverletzt aus dem Auto zu kommen: Der „Concord Ultimax i-Size“ ist im aktuellen Kindersitztest von ADAC und Stiftung Warentest einer von drei Verlierern. Die Sitzschale zerbrach bei einem Frontalcrash im Rahmen des Tests in mehrere Teile und hätte dem Kind keinen ausreichenden Schutz mehr geboten. Als Folge des Tests hat Hersteller Concord inzwischen angekündigt, den Sitz nicht weiter zu produzieren.

Insgesamt haben der ADAC und Stiftung Warentest 23 in Deutschland erhältliche Babyschalen und Kindersitze in allen Größen auf ihre Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und den Schadstoffgehalt hin untersucht. Mit im Test dabei war auch der erste Kindersitz mit integrierten Airbags. 17 Modelle wurden von den Testern mit „gut“ bewertet, zwei weitere mit „befriedigend“. Einer schnitt mit „ausreichend“ ab. Dabei übertreffen die mit „gut“ benoteten Sitze die gesetzlichen Vorschriften zum Teil deutlich.

Mit „mangelhaft“ schnitten noch zwei weitere Testobjekte ab: Sowohl im „Jané Gravity“ als auch im „Avionaut Ultralite + IQ base“ wurden erhöhte Schadstoffwerte festgestellt. Der Bezug vom „Jané Gravity“ enthält Naphthalin. Der Stoff steht im Verdacht Krebs auslösen zu können. Der Bezugsstoff des „Avionaut Ultralite“ enthält das Flammschutzmittel TCPP in zu hoher Konzentration. Fällt die Bewertung beim Schadstoffgehalt mangelhaft aus, schlägt sich dies unmittelbar im Gesamtergebnis nieder. Die betroffenen Sitze landen automatisch am Tabellenende.

Erstmals wurde mit dem „Maxi-Cosi Axissfix Air“ ein Kindersitz mit integrierten Airbags getestet und für gut befunden. Bei einem Frontal- und Seitenaufprall öffnet sich ein in den Gurten integrierter Airbag. Er bietet dem Kopf des Kindes zusätzlich Schutz.

Der ADAC empfiehlt Eltern sich vor dem Kauf eines Kindersitzes über das Angebot zu informieren. Dabei helfen neben den Ergebnissen des aktuellen Tests auch die früherer Jahre, die mit den diesjährigen direkt vergleichbar sind. Wichtig ist, mit Kind und Auto zum Fachhandel vorzufahren und die in Frage kommenden Modelle an Ort und Stelle auszuprobieren.

Preis und Qualität eines Sitzes müssen nicht zwingend zusammenhängen. Das zeigt der im Test durchgefallene „Avionaut Ultralite“, der mit 400 Euro zu den teureren Modellen seiner Klasse zählt. Gleichzeitig gibt es Kandidaten, die mit 170 Euro zu den preiswerten Sitzen gehören und dabei Top-Noten, wie wie der „Joie Traver Shield“.

Info: www.adac.de