Am Haken: Hitch Hotel

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Am Haken: Hitch Hotel

Januar 31, 2019 - 07:30
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Eigentlich wollte der Firmengründer von Hitch Hotel, Geoff Patterson, nur für die Moountainbikes seines Sohnes eine sichere Transportbox bauen. Während er so vor sich hin tüftelte wurde ihm klar, dass sich mit so einer Kiste auch noch mehr anfangen ließe. Damit schlug die Geburtsstunde des Hitch Hotels.

(Foto: Werk)

Nach rund drei Jahren hatte Patterson seinen ersten Entwurf fertig. Der sieht aus wie eine Kiste. Oder wie eine (ausziehbare) Schlafbox. Denn das ist mittlerweile daraus geworden. Das Hitch Hotel, was auf Deutsch etwa so viel wie Haken Hotel bedeutet, ist eine eher unscheinbare Kiste. Die kantige Unterkunft sitzt auf der Anhängekupplung eines Pkw, Geländewagens oder Vans. Während der Fahrt kann sie als Transportbox dienen und Fahrräder, Sportgerät oder Campingzubehör aufnehmen.

Nachts lässt sie sich dann zu einer Schlafstatt ausziehen. Anders als ein Caravan hat die Box keine Räder. Sie wird also nicht wie ein Caravan hinter dem Wagen her gezogen, sondern lediglich von der Anhängerkupplung getragen und gehalten. Hier dürfte, was den Einsatz in Deutschland angeht, auch der Haken des Hitch Hotels liegen. Denn die Stützlast könnte bei manchem Fahrzeug vielleicht ein wenig zu knapp ausfallen, um die Kiste transportieren zu dürfen. Die liegt üblicherweise bei 50 bis 100 Kilogramm. Das Hitch Hotel wiegt, trotz des Einsatzes von leichtem Flugzeug-Aluminium und glasfaserverstärktem Kunststoff (GfK) für den Bau, etwa 109 Kilogramm. Und damit zu viel für die meisten Pkw-Anhängkupplungen, falls die wasserfeste Schlafbox nicht noch ein wenig abspeckt.

Eingefahren hat das kantige „Hotel“ rund 1.700 Liter Volumen für Gepäck. Am Urlaubsort angekommen ist die Box schnell für die Übernachtung bereit. Fix ausklinken aus dem Adapter der Anhängekupplung, die Stützfüße ausklappen und die Schlafkiste ausziehen. Im Schlafzimmer entsteht so eine 224 mal 147 Zentimeter messende Übernachtungsstätte, Fenster sorgen für Frischluft und Licht. Ansonsten geht es eher spartanisch zu im Inneren, das mehr den Komfort eines Zeltes denn den eines Caravans bietet. Lampe und USB-Anschluss müssen genügen. Der Preis liegt bei rund 3.500 US-Dollar, was etwa 3.000 Euro entsprciht. Die ersten 100 Einheiten der Schlafkapsel sind in den USA bereits verkauft.

Infos: www.hitchhotel.com