Reiseziele für böllerfreies Silvester

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Reiseziele für böllerfreies Silvester

Dezember 30, 2018 - 16:21
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Für Tiere dürfte Silvester der schlimmste Tag des Jahres sein. Wer den Jahreswechsel in Ruhe verbringen möchte, findet hier ein paar Tipps.

Für Tiere eine Qual - Feuerwerk. (Foto: CC0)

Nicht nur für Tiere ist die Böllerei an Silvester eine Qual, auch viele Menschen verbringen den Jahreswechsel lieber an einem ruhigen Ort. Wer einen großen Bogen um die Böllerei machen will, sollte sich möglichst einen Platz fernab menschlicher Siedlungen suchen. Doch auch mitten in Deutschland gibt es ruhige Plätze.

Schreckschusswaffen auch mit Kleinem Waffenschein nicht erlaubt

Frei verkäufliche Schreckschusswaffen unterliegen auch an Silvester und Neujahr den gesetzlichen Regelungen und fallen nicht unter die allgemeine Erlaubnis zum Abbrennen von Böllern und Raketen zum Jahreswechsel. Wer also in der Öffentlichkeit mit diesen Waffen "nur so zum Spaß" schießt oder mit Hilfe dieser Waffen beispielsweise Silvestermunition verschießt, verstößt womöglich gegen das Waffenrecht - sofern man er keine Sondererlaubnis zum Schießen vorweisen kann.

Spiekeroog nicht mehr böllerfrei

Absolut ruhig ging es auf Spiekeroog zu. Seit 2014 war Feuerwerk dort gänzlich verboten. Drei Insulaner haben dagegen geklagt und vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg Recht bekommen. Eine Beschwerde der Gemeinde Spiekeroog wies das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg am 28. Dezmeber 2018 zurück. vAls autofreie Insel ist hier allerdings nur Urlaub ohne Reisemobil und Caravan möglich.

Relativ ruhige Mitternachtsspaziergänge am Strand dürften auf den Inseln Amrum, Pellworm, Föhr und Sylt möglich sein. Wegen der Brandgefahr der Reetdächer dürfen keine Raketen abgeschossen werden. Auf der Halbinsel Fischland-Darß ist die Böllerei nur noch am Strand und nur bei ablandigem Wind möglich. Auf Föhr darf im Wyker Hafen geknallt werden, auf Sylt in Hörnum.

National- und Naturparke

In den Schutzgebieten ist Feuerwerk grundsätzlich verboten, um die Tierwelt möglichst nicht zu stören. Das gilt für den Nationalpark Wattenmeer ebenso wie für den Nationalpark Harz. Verstöße gegen das ganzjährige Verbot können mit einem Bußgeld von bis zu 50.000,- Euro bestraft werden.

Fachwerk statt Feuerwerk

Gerade in historischen Innenstädten herrscht häufig ein Verbot von Privatfeuerwerk. In vielen Städten ist es in den vergangenen Jahren zu Bränden mit Schäden im Millionenbereich gekommen. In den Altstädten und Ortskernen folgender Städte ist privates Feuerwerk verboten:

  • Quedlinburg
  • Goslar
  • Wustrow
  • Lüneburg (Altstadt)
  • Bremen (Marktplatz, Hafen, 1,5 um dem Flughafen)
  • Hannover (Altstadt)
  • Hildesheim
  • Celle
  • Hameln
  • Northeim
  • Göttingen (Innenstadt)
  • Düsseldorf (Altstadt)
  • Bad Gandersheim
  • Mühlhausen
  • Rudolstadt
  • Nordhausen
  • Bad Langensalza
  • Michelstadt
  • Tübingen
  • Duderstadt
  • Konstanz
  • Würzburg
  • Rothenburg ob der Tauber
  • Bernried

Auch an historischen Stätten wie dem Bamberger Domplatz, der Münchner Nymphenburg, der Kaiserburg in Nürnberg und der Festung Marienburg in Würzburg sind Feuerwerkskörper verboten. Außerhalb der Verbotszonen darf aber geböllert werden, ganz ruhig wird es daher nicht sein.