Schärfere Kontrollen von Handynutzung am Steuer

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Schärfere Kontrollen von Handynutzung am Steuer

Januar 07, 2017 - 07:45
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Das Bundesverkehrsministerium fordert die Länder zu stärkeren Kontrollen von der Handynutzung am Steuer auf.

Der Bund will schärfere Kontrollen und höhere Bussgelder für die Handynutzung. (Foto: Hans-Peter Reichartz/pixelio.de)

Wie oft Handynutzung Ursache von Unfällen ist, ist mangels aussagekräftiger Erhebungen nicht bekannt. Statistiken aus Ländern wie den USA oder Österreich nennen die Nutzung von Handys als eine der Hauptunfallursachen. Das Schreiben einer SMS oder das Eintippen einer Telefonnummer erhöht das Unfallrisiko laut Studien um das Sechs- bis Zwölffache.

Aus diesem Grund hat das Bundesverkehrsministerium die Länder zu schärferen Verkehrskontrollen aufgefordert, um Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer zu ahnden. Zusätzlich hatte das Ministerium bereits im November eine deutliche Erhöhung der Bußgelder und eine Ausweitung des Verbots auf Tablets und ähnliche Geräte angekündigt. Experten halten stärkere Kontrollen der Handynutzung für nötig.

"Wichtiger als pauschale Forderungen für höhere Bußgelder ist eine bessere Kontrolle der Einhaltung unserer Regeln", erklärte das Ministerium auf Anfrage.

Der Braunschweiger Verkehrspsychologe Prof. Mark Vollrath begrüßt die Initiative. Schärfere Vorschriften reichten aber nicht aus, solange es zu wenige Kontrollen gebe. "Man kann nicht einfach nur ein neues Gesetz einführen und dann hoffen, dass alles dann dadurch besser wird, wenn man da nicht auf der Polizeiseite auch entsprechende Anstrengungen unternimmt und die Polizei auch unterstützt durch mehr Personal oder gezieltere Kontrollen."

Laut einer Studie der TU Braunschweig wurden 7,3 Prozent der Fahrer auf der Autobahn und 4,5 Prozent im Stadtverkehr dabei beobachtet wurden, wie sie ein Handy zum Tippen oder Sprechen in der Hand halten. Bisher wird das mit einem Bußgeld von 60,- Euro und einem Punkt beim Flensburger Kraftfahrtbundesamt geahndet. Das Bundesverkehrsministerium will das Bußgeld zur Abschreckung auf 100,- Euro erhöhen, in schweren Fällen sogar auf bis zu 200,- Euro.

Nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist eine Verstärkung des Personals dafür allerdings unrealistisch. Für flächendeckende Kontrollen fehle aber Personal.

Info: www.bmvi.de