Roadtrek erstmals auf dem Caravan Salon

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Roadtrek erstmals auf dem Caravan Salon

September 10, 2016 - 08:55
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Lange ist es her, dass nordamerikanische Reisemobile auf dem Caravan Salon zu finden waren. Jetzt war Roadtrek erstmalig vertreten.

Einzelgänger - der Roadtrek SS Agile auf dem Caravan Salon 2016. (Foto: jn)

Zugegeben, seit die Kanadier von der Erwin Hymer Group übernommen wurden, ist Roadtrek kein rein nordamerikanisches Unternehmen mehr. Zudem sind die Chancen, dass Roadtrek auf den deutschen Markt kommt eher gering. Trotzdem war der auf dem Salon ausgestellte SS Agile ein Hingucker, konnte man sich doch einen Eindruck vom amerikanischen Geschmack der Kastenwagen machen.

Die klassischen Roadtrek Modelle auf Chevrolet mit Turtle-Top machen nur noch dreißig Prozent der Modellpalette aus. Als Basisfahrzeuge werden meist der Mercedes Sprinter und der RAM Promaster (Fiat Ducato) verbaut. Lediglich der Sprinter wird mit Dieselantrieb geliefert, alle anderen Modelle gibt es nur als Benziner.

Der in Düsseldorf ausgestellte SS Agile ist das kleinste Mobil unter den vier Sprinter-Modellen. Mit dem kurzen Radstand geht der Agile als Fahrzeug für den tagtäglichen Gebrauch durch. In Nordamerika sind insgesamt fünf Gurtplätze möglich. Neben den beiden Vordersitzen gibt es noch eine 3er-Sitzbank im Heck. Schlafplätze bieten der Agile allerdings nur für zwei Personen, ein Festbett ist nicht vorhanden. Abends verwandelt sich die hintere Sitzecke auf Knopfdruck in ein Bett. Um nicht immer umbauen zu müssen, gibt es im vorderen Bereich einen zusätzlichen, ausziehbaren Tisch an dem zwei Personen essen können.

Trotz der kompakten Abmessungen bietet der Agile auch eine Nasszelle, die allerdings im Vergleich zu den europäischen Raumbädern bescheiden ausfällt. Technisch ist der Roadtrek gut ausgestattet. Selbst eine Mikrowelle darf in Amerika nicht fehlen. Neben einer Solaranlage und mehreren Aufbaubatterien hat Roadtrek ein eigenes Energiesystem entwickelt. Um den ebenfalls in Nordmaerika üblichen Generator einsparen zu können, wird der Sprinter optional mit dem E-Trek-System ausgestattet. Herz ist eine Lithium Batterie mit eigenem Management. Im Bedarfsfall startet die Elektronik den drei Liter großen V6 Common Rail Turbo Diesel automatisch und liefert so bis zu drei Kilowatt Strom, die durch einen Inverter auf die landestypischen 110 Volt hochtransformiert werden können.

Der Agile ist als sogenannter „Class 2 Truck“ konzipiert. Aus diesem Grund trägt das Basisfahrzeug auch die Bezeichnung Sprinter 2500. Bei einer Gesamtmasse von 8.550 lb (3.878 kg) bleiben rund 700 Kilogramm Zuladung. Dies beinhaltet auch Wasser, die Reisenden und sämtliches Gepäck. Für die in Europa so wichtige 3,5-Tonnen-Grenze fällt er damit zu schwer aus.

Der Roadtrek SS Agile ist ab 122.967,- US-Dollar erhältlich, was bei Redaktionsschluss 109.500,- Euro entsprach.

Info: www.roadtrek.com, www.erwinhymergroup.com

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