Neues Versicherungskennzeichen ab 1. März 2017

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Neues Versicherungskennzeichen ab 1. März 2017

Februar 26, 2017 - 08:22
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Für Kleinkrafträder und andere Fahrzeuge mit Versicherungskennzeichen wird 2017 ein schwarzes Jahr – zumindest was das Nummernschild angeht.

Schwarz auf weiß - das ab März gültige Versicherungskennzeichen für Mofas und schnelle E-Bikes. (Foto: pd)

Mit dem Beginn der milden Temperaturen startet die neue Saison für Moped- und Mofafahrer: Zum 1. März wird damit auch ein Wechsel des Versicherungskennzeichens notwendig. Ab diesem Zeitpunkt benötigen alle Kleinkrafträder ein schwarzes Kennzeichen. Das bisherige grüne Schild wird ungültig: Da es sich um ein sogenanntes Ablaufkennzeichen handelt, ist keine Kündigung der Versicherung notwendig - Ablauftermin ist stets Ende Februar.

Die Kennzeichen gibt es in blau, grün und schwarz. An der jährlich wechselnden Farbe des Kennzeichens erkennt die Polizei, ob der Versicherungsschutz für das aktuelle Jahr gilt. Zusätzlich ist an der unteren Kante das Geltungsjahr eingeprägt. Mit dem Versicherungskennzeichen ist gleichzeitig der in Deutschland für alle Kraftfahrzeuge vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtschutz gewährleistet. Verursacht der Mofafahrer einen Unfall, springt seine Kfz-Versicherung ein und kommt für die Schäden anderer Personen auf. Schäden am eigenen Mofa dagegen sind durch die Haftpflichtversicherung nicht abgedeckt. Hierfür kann zusätzlich gegen einen geringen Aufpreis eine Teilkaskoversicherung abgeschlossen werden. Eine Vollkaskoversicherung wie beim Auto lohnt sich dagegen für die meisten Mofas nicht.

Kostenersparnis für Spätstarter

Wer nicht gleich zu Beginn der Versicherungsperiode am 1. März ein Kennzeichen für sein Mofa benötigt, kann dieses auch noch später im Jahr bei der Kfz-Versicherung beantragen. Die Beitragskosten reduzieren sich dann entsprechend mit der Anzahl der verbleibenden Monate, in denen das Mofa mit dem Kennzeichen des laufenden Versicherungsjahres noch gefahren werden kann.

Nicht nur Mofas unterliegen der Pflicht

Doch nicht nur für Mofas und Mopeds ist das Kennzeichen Pflicht, sondern auch für Kleinkrafträder mit bis zu 50 km/h Höchstgeschwindigkeit und bis zu 50 Kubikzentimeter Hubraum sowie vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge bis 45 km/h. Dazu gehören zum Beispiel auch Segways, Quads und E-Bikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 20 km/h und maximal 45 km/h.

Falsches Kennzeichen wird teuer

Das Fahren trotz einer fehlenden oder ungültigen Versicherung stellt eine Straftat dar und kann für den Fahrer schwere Folgen nach sich ziehen: Ist der Verstoß fahrlässig, können Freiheitsstrafen von bis zu sechs Monaten oder Geldbußen bis zu 180 Tagessätzen die Konsequenz sein. Bei vorsätzlichem Vorgehen können sich die Strafen unter Umständen verdoppeln. Zudem muss der Fahrer bei Unfällen selbst für den Schaden aufkommen.

Das neue Kennzeichen gibt es beim nächsten Versicherungsbüro oder im Internet.