Mit Saisonkennzeichen darf ein Fahrzeug nur auf dem Privatgrundstück überwintern

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Mit Saisonkennzeichen darf ein Fahrzeug nur auf dem Privatgrundstück überwintern

Oktober 28, 2016 - 07:55
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Für das Abstellen von Fahrzeugen mit ungültigen Saisonkennzeichen im öffentlichen Gelände werden Bußgelder fällig, darauf weist der TÜV Rheinland hin.

Für Cabrios gilt das Gleiche wie für Wohnmobile und Caravans: Ist das Saisonkennzeichen abgelaufen, darf nur noch auf Privatgrund geparkt werden. (Foto: TÜV Rheinland)

Am ersten November beginnt für viele Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen die Winterpause. Zahlreiche Motorradfahrer, Caravaner, Wohnmobil- und Cabriolet-Besitzer nutzen wegen der günstigeren Versicherungstarife eine solche Beschränkung auf einen bestimmten Zeitabschnitt. Auf dem Nummernschild ist rechts die Geltungsdauer eingeprägt - etwa oben 04 und unten 10 (= April bis Oktober). Der Zeitraum wird außerdem im Fahrzeugschein und in der Versicherungspolice vermerkt. Er beginnt um 0:00 Uhr des ersten Tages und endet um 24:00 Uhr des letzten Tages.

Die Meinung vieler Autobesitzer, dass nur das Fahren außerhalb der Gültigkeit verboten ist, stimmt nicht. Damit ein Fahrzeug im öffentlichen Raum stehen darf, muss es zugelassen sowie versteuert und versichert sein. Gerade letzteres ist nicht der Fall, schließlich will man durch das Saisonkennzeichen ja Versicherungsbeiträge sparen.

Auch Parkplätze sind tabu

"Außerhalb dieser Periode dürfen Fahrzeuge nur auf privaten Grundstücken, nicht jedoch auf öffentlichen Straßen oder Parkplätzen abgestellt werden", erklärt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland. Wer dies missachtet, muss damit rechnen, dass das Fahrzeug kostenpflichtig abgeschleppt wird. Außerdem droht ein Bußgeld. Auch wenn die Verlockung noch so groß ist: Eine unerlaubte Spritztour - etwa bei schönem Wetter - zieht rechtliche Konsequenzen nach sich. Bei einem Unfall können noch Regressansprüche der Versicherung hinzukommen.

Bei Verkauf Zulassungsstelle informieren

"Die gesetzlich vorgeschriebene Hauptuntersuchung sollte nach Möglichkeit nicht in die nutzungsfreie Zeit fallen", betont der TÜV Rheinland-Fachmann und fügt hinzu: "Ansonsten muss die HU im ersten Monat des nächsten Nutzungszeitraums nachgeholt werden." Die Phase, in der das Auto auf öffentlichen Straßen bewegt werden darf, beträgt mindestens zwei und höchstens elf Monate. Dieser Zeitraum lässt sich nicht aufteilen - etwa vier Monate im Winter und weitere zwei Monate im Frühjahr. Da Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen rechtlich nicht stillgelegt sind, muss der Halter einen Verkauf umgehend der Zulassungsstelle melden.

Info: www.tuv.com