MAN stellt Kastenwagen-Studien auf TGE vor

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MAN stellt Kastenwagen-Studien auf TGE vor

Januar 13, 2018 - 17:00
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Das hausinterne „Bus Modification Center“ in Plauen, sonst bei MAN für individuelle Kundenwünsche im Busbereich zuständig, stellt auf der CMT zwei Kastenwagenstudien vor. Auslöser waren Ausbauten des MAN TGE zum BF3-Fahrzeug, den Begleitfahrzeugen von Schwertransporten.

Mit dem TGE will MAN im Caravaning Fuß fassen. (Foto: Werk)

So ganz neu ist das Thema nicht. Bereits vor 90 Jahren hat MAN den ersten Wochenendwagen auf einer Fahrzeugmesse der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Damals wie heute sind es vor allem Reisebusse, die mit individuellen Ausbauten die Werkshallen in Plauen verlassen – seien es Mannschaftsfahrzeuge für bekannte Sportvereine, VIP-Shuttles für Staatsoberhäupter, Tourneebusse für Musiker oder eben auch Wohnmobile der Sonderklasse.

Aufbauend auf dieser Kompetenz sind nun zwei Kastenwagen als Ideenträger entstanden, die einen Ausblick möglicher Individualisierung geben. Beide Prototypen nutzen als Basis einen MAN TGE 4x4 Kastenwagen mit Standard-Radstand und Hochdach. Motorisiert werden die Fahrzeuge durch einen 1.968 Kubikzentimeter großen Dieselmotor mit 130 Kilowatt, entsprechend 177 Pferdestärken.

Während der erste Prototyp den Grundgedanken der Variabilität zum Dual-Use-Vehicle für zwei Personen folgt, präsentiert sich das zweite Konzept im klassischen Grundriss festeingebauter Inneneinrichtungen. Beide Fahrzeuge verstehen sich jedoch nicht als reisefertiges Wohnmobil, sondern eher als solide Basis mit viel Raum für die spezifischen Wünsche des Endkunden. Denn vor allem das duale System mit herausnehmbaren und an verschiedenen Orten platzierbaren Möbeln wendet sich an jene, die eher ihre sportlichen Freizeitaktivitäten mit teurem Equipment im Fokus haben als das eigentliche automobile Reisen in den Urlaub. Oder kurz: Unter der Woche transportiert der MAN TGE das Arbeitsgerät im Beruf, am Wochenende die Mountainbikes oder den Heißluftballon im Nebenjob.

„Mit der zweiten Studie sind wir einen Schritt weiter gegangen, um zu zeigen, was das BMC zu leisten vermag. Hier haben wir neben einer Nasszelle auch ein Aufstelldach verbaut, wie es sonst eigentlich nur bei kleineren Fahrzeugen zu finden ist.“, so Heinz Kiess, Senior Manager Sales & Marketing Bus Modification Center.

Eine Fahrwerkshöherlegung sowie breite Geländereifen, die eine weitere Vergrößerung der Bodenfreiheit gewährleisten, tragen dem individuellen Charakter der Studien Rechnung. Darüber hinaus sorgt die Modifikation für eine deutliche Verbesserung der Fahreigenschaften abseits befestigter Straßen, was bei dem sereinmäßigen Allradantrieb durchaus Sinn macht.

Info: www.van.man

Zu sehen auf der CMT in Halle 1 / Stand E026.