Keine Narrenfreiheit im Straßenverkehr

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Keine Narrenfreiheit im Straßenverkehr

Februar 22, 2017 - 08:00
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Wer in der Fachings- und Karnevalszeit keine böse Überraschung erleben möchte, sollte im Straßenverkehr einige Punkte beachten.

In der fünften Jahreszeit gibt es wieder zahlreiche Alkoholkontrollen. (Foto: ADAC)

Auch in der 5. Jahreszeit gilt: Es gibt keine Narrenfreiheit im Straßenverkehr. Ob als Cowboy oder Indianer - weniger ist mehr, wenn man selbst am Steuer sitzt. Selbstverständlich man sich bereits vor Abfahrt verkleiden. Allerdings darf durch die Kostümierung die Sicherheit beim Autofahren nicht gefährdet werden. Gerade die Sicht und das Gehör dürfen in keinem Fall durch die Maskerade beeinträchtigt sein. Auch die Bewegungen zum Lenken und Bremsen müssen gewährleistet sein. Wer sich voll verkleidet dennoch als Fahrer am Lenkrad sitzt, der kann von der Polizei mit 10,- Euro zur Kasse gebeten werden. Kommt es allerdings auf Grund der Maskierung zu einem Unfall, so sind die Konsequenzen schwerwiegender. Wegen grober Fahrlässigkeit droht der Verlust des Kaskoschutzes der Versicherung.

Ohne Alkohol ans Steuer

Auch jetzt gilt: Ohne Alkohol ans Steuer! Die Strafen für Trunkenheit beim Autofahren sind hoch. Schon 0,5 Promille Blutalkohol am Steuer können weitreichende Folgen haben: Ein Bußgeld von 500,- Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von einem Monat drohen. Hinzu kommt, dass gerade in der närrischen Zeit verstärkt Alkoholkontrollen durchgeführt werden.

Besser öffentliche Verkehrsmittel

Wer mit Kostüm und Alkohol feiern will, der sollte auf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxi umsteigen. Schon bei 0,3 Promille und auffälligem Fahren müssen Autofahrer sechs Monate den Führerschein abgeben. Außerdem droht eine empfindliche Geldstrafe. Als absolut fahruntüchtig gilt ein Autofahrer mit 1,1 Promille. Wer damit erwischt wird, ist seinen Führerschein für mindestens ein halbes Jahr los. Hinzu kommt eine erhebliche Geldstrafe. Doch auch am Tag danach sollte man auf seine Blutalkoholkonzentration achten. Der Mensch baut pro Stunde im Schnitt nur 0,1 Promille Alkohol im Blut ab. Im Zweifelsfall sollten Spätheimkehrer daher am nächsten Tag mit Bus oder Bahn zur Arbeit fahren. Das gilt auch nach der Übernachtung im Reisemobil. Nach reichlich Alkoholgenuß sollte der nächste Tag zum Ausnüchtern dienen. Nach einer zweiten Übernachtung kann man dann gänzlich ausgenüchtert und entspannt nach Hause fahren.

Feiern im Ausland

Wer die närrischen Tage im Ausland feiern möchte, sollte die Promillegrenzen des Landes kennen. Italien etwa erlaubt höchstens 0,5 Promille am Steuer eines Pkw. Dies gilt auch für Österreich, Frankreich und der Schweiz. Fahranfänger sollten allerdings auf die teilweise geringeren Grenzwerte achten: In Italien 0,0 Promille bei einer Fahrpraxis von weniger als drei Jahren, in Österreich 0,1 Promille in den ersten zwei Jahren ab Führerscheinerwerb sowie in der Schweiz ebenfalls 0,1 Promille für alle diejenigen, die ihren Führerschein auf Probe haben.

Info: www.adac.de