Island verbietet Wildcampen im Süden

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Island verbietet Wildcampen im Süden

November 27, 2017 - 07:30
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Island erfreut sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit als Camping- und Offroad-Destination. Wie die Zeitung MBL meldete, wird in einigen Regionen das Wildcampen verboten. Grund ist nicht nur die Menge der Urlauber sondern auch das Verhalten der Wildcamper.

Wildcampen ist neuerdings in einigen Regionen Islands verboten. (Foto: pd)

Bisher konnten Camper in Island ihr Nachtlager fast überall aufschlagen. Mit der großen Freiheit ist es seit dem 13. November 2017 vorbei. Eine neue Regelung erfasst jetzt auch Campingfahrzeuge und Wohnmobile. In diesen Fahrzeugen darf in sogenannten Siedlungsgebieten auf öffentlichen Plätzen nicht mehr übernachtet werden. Darunter fallen Straßen, Parkplätze aber auch Einfahrten außerhalb geschlossener Ortschaften. Damit ist die Übernachtung vom Hornafjörður bis nach Hveragerði nur noch auf den 14 Campingplätzen möglich.

„Bei Kontrollen werden Platzverweise erteilt, die Betroffenen müssen auf Campingplätzen übernachten.“, sagt Kjartan Þorkelsson, Polizeichef im Süden Islands.

Ausdrücklich nicht betroffen sind Übernachtungen im Zelt bei Touren im Hochland der Insel. Hier gelten die bisherigen Regelungen. Island unterteilt das Land in zwei Regionen. Mit dem Begriff „Wildnis“ definieren die Isländer Regionen, in denen Menschen keinen festen Wohnsitz haben und es an Bauwerken sowie Infrastruktur fehlt. Alle anderen Gebiete gelten als Siedlungsgebiete in den die neue Regelung greift.

Ein Grund für die strengeren Regeln ist , dass viele der in Island genutzten Campingfahrzeuge nicht über Toiletten und Nasszellen verfügen. Entsprechend häufig wurden die Geschäfte in der Natur erledigt, wodurch die Einwohner sich über immer mehr Hinterlassenschaften der Touristen ärgern mussten. Mit der neuen Regelung ist jetzt öffentliche Wasserlassen und Verrichten von Geschäften in Siedlungsgebieten polizeilich verboten und kann bestraft werden.

Info: www.mbl.is