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Internetbasierte Fahrzeugwiederzulassung jetzt möglich

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Internetbasierte Fahrzeugwiederzulassung jetzt möglich

Oktober 09, 2017 - 07:32
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Bereits seit dem 1. Januar 2015 die Möglichkeit, das Fahrzeug online abzumelden. Seit Oktober 2017 ist auch die internetbasierte Wiederzulassung desselben Fahrzeuges möglich, i-Kfz genannt.

Seit Oktober ist auch die Wiederzulassung online möglich. (Foto: pixelio.de)

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat hierzu die rechtlichen Voraussetzungen für die Stufe 2 des Verfahrens geschaffen. Langfristig sollen so lange Wartezeiten auf den Zulassungsstellen vermieden und Verwaltungsakte dezentralisiert werden. Derzeit ist allerdings nur die Außerbetriebsetzung und die Wiederinbetriebnahme per Internet möglich. Ummeldungen und Neuzulassungen sollen erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein.

Voraussetzungen für i-Kfz

Grundsätzlich können nur Fahrzeuge, die ab dem 1. Januar 2015 zugelassen wurden auch digital abgemeldet werden. Seit diesem Datum werden die neuartigen Plaketten auf den Kennzeichen angebracht und die Zulassungsbescheinigungen enthalten verdeckte Sicherheitscodes. Außerdem muss der Halter im Besitz eines neuen Personalausweises mit Onlinefunktionen (eID) sein. Die Identifikation erfolgt, wie bei anderen Online-Behördengängen auch, mittels Ausweisdokument und Kartenlesegerät oder per Smartphone mit NFC-Funktion in Verbindung mit einer gültigen Ausweis-App. Alle wichtigen Informationen zu diesem Verfahren findet man unter ausweisapp.bund.de.

Wie funktioniert die Außerbetriebsetzung?

Zunächst muss auf der Zulassungsbescheinigung Teil 1 der Sicherheitscode freigerubbelt werden. Mit dem Entfernen der Abdeckung der Siegelplaketten wird der Sicherheitscode auf dem Kennzeichen freigelegt. Das Gleiche passiert bei den Kennzeichen. Nach dem Entfernen der Siegelplakette wird ein weiterer Code freigelegt. Auf der Webseite der Zulassungsbehörde müssen dann neben dem Kennzeichen auch die beiden Sicherheitscodes eingegeben werden. Über die Onlinefunktion des Ausweises bestätigt der Halter seine Identität. Die Bezahlung der Gebühr erfolgt mittels Giropay oder Kreditkarte.

Nach der Übermittlung aller Daten erfolgt die Bearbeitung durch die Zulassungsbehörde. Die Außerbetriebsetzung wird erst nach der Bearbeitung durch die Zulassungsbehörde offiziell, der Bescheid wird per Post oder per De-Mail zugesendet.

Wie erfolgt die digitale Wiederzulassung?

Voraussetzung ist, dass die Zulassung auf denselben Fahrzeughalter im gleichen Zulassungsbezirk erfolgen muss. Die bisher genutzten Kennzeichen müssen bei der Außerbetriebsetzung reserviert worden sein, die Reservierungsdauer beträgt ein Jahr. Der Fahrzeughalter, der die Wiederinbetriebnahme beantragt, muss eine natürliche Person sein, über ein Girokonto verfügen und bei der Kfz-Steuer am SEPA-Einzugsverfahren teilnehmen. Er muss die Zulassungsbescheinigung Teil 1 mit dem freigelegten Sicherheitscode in seinem Besitz haben, eine gültige Hauptuntersuchung (HU) oder Sicherheitsprüfung (SP) nachweisen und eine elektronische Versicherungsbestätigung (EVN-Nummer) haben.

Auf der Website wird die Identität des Antragsstellers per eID des Ausweises nachgewiesen. Folgende Daten müssen auf der Webseite eingetragen werden:

  • Sicherheitscode auf der Zulassungsbescheinigung Teil 1
  • Fahrzeug-Identnummer (FIN) des Fahrzeuges (steht im Fahrzeugbrief)
  • Nummer der elektronischen Versicherungsbestätigung
  • Bankdaten zum SEPA-Lastschriftverfahren
  • Gegebenenfalls gültige Hauptuntersuchungs-/Sicherheitsprüfungsnachweis

Anschließend muss die Gebühr bezahlt und der Zulassungsantrag im Portal abgeschlossen werden. Auf dem Postwege werden nach erfolgter positiver Prüfung die neue Zulassungsbescheinigung Teil 1, sowie die Plaketten zum Aufkleben auf die Kennzeichen zugesandt.

Weitere Informationen erteilen die Zulassungsstellen in den jeweiligen Bezirken.