Ford startet Elektromobilitätsoffensive

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Ford startet Elektromobilitätsoffensive

Januar 05, 2017 - 08:04
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Neben dem Ford Mustang sollen auch der F-150 sowie der Transit ab 2020 mit elektrifiziertem Antrieb erhältlich sein.

Die neuen Antriebe sollen in Taxen einem Härtetest in der Praxis unterzogen werden. (Foto: Werk)

Ford will sein Engagement bei E-Antrieben verstärken. In den kommenden fünf Jahren sollen insgesamt 13 Serienfahrzeuge mit elektrifizierten Antriebssträngen auf den Markt kommen, darunter der Ford F-150 sowie Transit Custom mit Plug-In-Hybrid. Während der F-150 nur für den amerikanischen Markt gebaut wird, soll der Transit Custom Hybrid auch in Europa erhältlich sein. Die beiden Modelle könnten den Grundstein legen für zukünftige Modelle des großen Transit und dem Ford Ranger, die als Basisfahrzeuge für Kastenwagen, Reisemobile und Wohnkabinen in Betracht kommen.

Zusätzlich will Ford ein komplett neues CUV (Crossover Utility Vehicle) mit reinem Elektroantrieb und einer, nach US-Norm ermittelten voraussichtlichen Reichweite von mindestens 300 Meilen, entsprechend 482 Kilometern, auf den Markt bringen. Sollte Ford in einem weiteren Schritt diese Reichweiten in den anderen Fahrzeugklassen realisieren können, würde der E-Antrieb auch für Reisemobile interessant.

Um die nötigen Kapazitäten und Kompetenzen für neue Fahrzeuggenerationen aufzubauen, schafft Ford 700 neue Stellen in den USA und investiert über die kommenden vier Jahre 700 Millionen US-Dollar in den Aufbau des Manufacturing Innovation Center im Werk Flat Rock. Die dortige Belegschaft wird das geplante leichte Nutzfahrzeug mit erweiterter Batteriereichweite sowie die vollautonomen Fahrzeuge für Ride Hailing und Ride Sharing-Dienste bauen. Zudem werden dort die legendären Modellreihen Ford Mustang und Lincoln Continental gefertigt.

Das Investitionsprogramm von Ford in neue Elektrofahrzeuge umfasst bis zum Jahr 2020 insgesamt 4,5 Milliarden US-Dollar. Somit werden die Kunden weltweit über die gesamte Modellpalette hinweg von noch sparsameren, effizienteren und leistungsfähigeren Fahrzeugen profitieren. Gleichzeitig treibt Ford die Entwicklung des Unternehmens vom Automobilhersteller hin zum Anbieter innovativer Mobilitätslösungen sowie zum Marktführer für Elektrofahrzeuge und autonom fahrende Autos weiter voran.

"Weltweit interessieren sich immer mehr Autokäufer für die Elektromobilität. Ford hat ein klares Ziel: Wir wollen in diesem Segment zum Marktführer avancieren.", betont Mark Fields, Präsident und CEO der Ford Motor Company.

Zusätzlich wird Ford in einigen US-amerikanischen Großstädten, darunter New York, mit einer Flotte von 20 hybridgetriebenen Taxi- und Kastenwagen-Prototypen auf Basis des Ford Transit Connect ausloten, wie sich neue Mobilitätsangebote in extrem schwierigen Verkehrsumfeldern bewähren. Diese Ford Transit Connect-Versionen knüpfen an den Erfolg des Ford Escape Hybrid an, der nicht nur als das weltweit erste Hybrid-Taxi gilt, sondern auch als das erste Hybrid-SUV der Welt sowie das erste in Nordamerika in Serie gebaute Hybridfahrzeug. Viele dieser zwischen 2004 und 2012 gefertigten Escape Hybrid-Taxen sind nach wie vor im täglichen Einsatz, wobei sie nach Laufleistungen von mehr als 350.000 Meilen (über 560.000 Kilometer) immer noch ihren ersten Satz Batterien verwenden.

Darüber hinaus erprobt Ford das induktive, also kabellose Laden mit elektrifizierten Fahrzeugen in den USA und Europa. Mit dieser Technologie werden die Fahrzeugakkus während des Parkens automatisch aufgeladen - der Fahrer kann das Nachladen also niemals vergessen. Das kabellose Laden erweitert den rein elektrischen Aktionsradius, da es selbst bei kurzen Zwischenstopps die Batterien nachlädt. Mithilfe der vielseitigen Smartphone-App FordPass können Elektroautofahrer unter anderem Zeitfenster für ihren Ladevorgang reservieren.

Info: www.ford.de