Concorde setzt auf aufwändige Sicherheitstests

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Concorde setzt auf aufwändige Sicherheitstests

April 12, 2018 - 15:54
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Die Sicherheit der Reisemobilisten hat bei Concorde Reisemobile GmbH oberste Priorität. Daher werden alle Konstruktionen nach der Simulation im Computer in realen Tests überprüft.

Homologierte Sitze müssen hohgen Belastungen standhalten. (Foto: Werk)

Mit Zugtests prüft Concorde in Kooperation mit unabhängigen Instituten die stabile Befestigung von Fahrer- sowie Beifahrersitz sowie von Barsitz und Loungesitzgruppe. Gleiches gilt für die Verankerung aller Sicherheitsgurte. Michael Sturm ist stellvertretender Konstruktionsleiter bei Concorde und in Zusammenarbeit mit Marcus Herrmann, dem Homologationsbeauftragen bei Concorde, für diese Tests und deren Vorbereitung zuständig. Zu Beginn einer Neukonstruktion simuliert Sturm mittels eines CAD-Programms am Computer für jede Baureihe und jedes Concorde-Modell die Qualität der Befestigung aller Sitzgelegenheiten sowie die Qualität und Stabilität der Verankerungen aller Sicherheitsgurte.

Diese rechnerisch durch FEM-Analysen (Finite-Elemente-Methode) ermittelten Ergebnisse werden dann von Marcus Herrmann begutachtet, mit dem von Concorde beauftragten technischen Dienst diskutiert und detailliert für die EG-Typgenehmigung aufgearbeitet. Abhängig von der Konstruktionsstruktur und der Art der Belastung wird entschieden, ob ein Zugversuch bei einem unabhängigen Prüfinstitut durchgeführt wird. Die Vorbereitungen für einen solchen Test sind aufwändig. So hat Concorde etwa erst kürzlich ein komplettes Fahrerhaus an die Prüfstelle geliefert, um realitätsgetreue Tests durchzuführen.

Geprüft werden nicht nur Sitze und Gurte, auch das gesamte Fahrerhaus mit Rahmen und Bodenelementen wird in den Test eingebunden. Beim Test selbst wird der Versuchsaufbau auf einer Bodenplatte festgespannt. An die Sitze werden die in den EU-Fahrzeugbauvorschriften aufgeführten Prüfkräfte angelegt. Dabei darf der Aufbau nicht zu Bruch gehen. Auch die Verformung der Sitze wird gemessen, denn durch eine zu große Vorverlagerung können Fahrzeuginsassen im Unglücksfall schwer oder tödlich verletzt werden.

Das Interessante an einem solchen Test ist der eigentliche Zugversuch. Er dauert nur wenige Sekunden. Das Planen der Prüfmuster und der Aufbau in Aschbach bedarf allerdings einiger Wochen oder sogar Monate. Der Versuchsaufbau und die Einstellung der Prüftechnik vor Ort im Labor dauert schon fast einen kompletten Tag. Jährlich werden von Concorde etwa zwei dieser Tests durchgeführt. Diese sollen dann höchste Sicherheit für beste Sitz- und Sicherheitsqualität garantieren.

Info: www.concorde.eu