Besucher-Tipps fürs Oktoberfest in München

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Besucher-Tipps fürs Oktoberfest in München

September 17, 2017 - 08:55
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Ab sofort ist es wieder soweit: Bierfreunde aus Nah und Fern treffen sich in München zum Oktoberfest. Die größte Party der Welt findet von Samstag, 16. September, bis Dienstag, 3. Oktober, auf der Theresienwiese statt.

Damit die Wiesn-Fans auf ihre Kosten kommen, müssen Autofahrer mit umfangreichen Straßensperren und Parkplatz-Engpässen rechnen. Da es rund um die Theresienwiese keinerlei Parkplätze gibt, wird den "Wiesn“-Besuchern dringend empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Das gilt auch für die Anreise mit dem Reisemobil. Wildes Campen in Wohngebieten kann zu Problemen führen. Besser ist auch hier die Übernachtung ausserhalb.

Öffentliche Verkehrsmittel

Insgesamt 13 Schnellbahnlinien (S1 bis S8, S27, U3, U4, U5, U6) bringen die Besucher zum Festgelände. Die nächstgelegenen Stationen:

  • S-Bahn: S 1 bis S 8 - Bahnhof Hackerbrücke; von dort aus weisen Fußspuren am Boden in Richtung Oktoberfest. S 7, S 20 und S 27 bis Heimeranplatz.
  • U-Bahn: U 3, U 6 - Bahnhöfe Goetheplatz und Poccistraße
  • U-Bahn: U 4, U 5 - Bahnhöfe Theresienwiese und Schwanthalerhöhe
  • Tram: Linien 18 und 19 bis Haltestelle Holzapfelstraße oder Hermann-Lingg-Straße sowie Linien 16 und 17 bis Haltestelle Hackerbrücke
  • Bus: MetroBus-Linie 53 bis Haltestelle Schwanthalerhöhe, MetroBus-Linie 58 bis Haltestelle Georg-Hirth-Platz, Beethovenplatz oder Goetheplatz; mit dem Bus 134 ist die Theresienwiese über die Haltestellen Schwanthalerhöhe und Herzog-Ernst-Platz zu erreichen, mit der Buslinie 62 über die Haltestellen Hans-Fischer-Straße, Poccistraße und Herzog-Ernst-Platz

Wegen der erwarteten starken Überlastung des U-Bahnhofs Theresienwiese empfiehlt die Stadt München, auf die anderen zur Verfügung stehenden Linien und Stationen auszuweichen.

Mit dem Auto

Für Autofahrer stehen unter anderem die folgenden Park-and Ride-Plätze zur Verfügung:

  • Von der A 8 aus Richtung Salzburg: S-Bahnhof Sauerlach (S 3) und U-Bahnhof Neuperlach-Süd (U 5)
  • Von der A 8 aus Richtung Stuttgart: S-Bahnhöfe Olching und Lochhausen (S 3)
  • Von der A 9 aus Richtung Nürnberg: U-Bahnhöfe Garching-Forschungszentrum, Garching-Hochbrück und Fröttmaning (U 6)
  • Von der A 92 aus Richtung Deggendorf: S-Bahnhöfe Freising (S 1) und Hallbergmoos (S 8)
  • Von der A 95 aus Richtung Garmisch-Partenkirchen: U-Bahnhof Fürstenried-West (U 3)
  • Von der A 96 aus Richtung Lindau: S-Bahnhof Geltendorf (S 4)

Darüber hinaus bieten fast alle S-Bahn-Stationen auf den Außenstrecken gute Parkmöglichkeiten.

Was Autofahrer auch noch wissen sollten: München hat eine Umweltzone. Diese umfasst das Stadtgebiet innerhalb des Mittleren Rings (ohne den Ring selbst). Die Zufahrt ist nur Fahrzeugen gestattet, die über eine "grüne“ Feinstaubplakette verfügen. Autos mit "roten“, "gelben" oder sogar fehlenden Plaketten dürfen diesen Bereich nicht befahren.

Straßensperren und Halteverbote

Während des 18-tägigen Großevents ist um das Festgelände ein weiträumiger Sperrbereich für Pkw, Wohnmobile und Busse inklusive einer Vielzahl von Halteverboten eingerichtet. Gesperrt sind beispielsweise Bavariaring, Theresienhöhe und Hackerbrücke (nach Bedarf).

Darüber hinaus wird es zeitlich befristete Sperren zu folgenden Terminen geben:

  • Einzug der Wiesn-Wirte am Samstag, 16. September, von 10:45 bis 12:00 Uhr: Die Zugroute führt von der Josephspitalstraße und östlichen Sonnenstraße über die Schwanthalerstraße zur Theresienwiese.
  • Trachten- und Schützenzug am Sonntag, 17. September, von 10:00 Uhr bis zum Nachmittag. Die Route: Maximilianstraße - Residenzstraße - Odeonsplatz / Feldherrnhalle - Ludwigstraße (bis Galeriestraße) - Briennerstraße - Amiraplatz - Kardinal-Faulhaber-Straße - Promenadeplatz - Pacellistraße - Lenbachplatz - Karlsplatz / Stachus - Sonnenstraße ( östliche Fahrbahn ) - Wende im Bereich Josephspitalstraße - Sonnenstraße ( westliche Fahrbahn ) - Schwanthalerstraße - Paul-Heyse-Straße - Kaiser-Ludwig-Platz - Schubertstraße - Esperantoplatz

Die Anordnungen der Behörden gilt es unbedingt zu beachten. Die Polizei wird rigoros gegen Parksünder vorgehen.

Wiesn-Attraktionen

Auch in diesem Jahr bekommen die rund 6,5 Millionen Besucher Besonderes geboten. Neben über 175 Fahr-, Schau- und Belustigungsgeschäften und 14 großen Festzelten erwartet die Gäste in diesem Jahr im südlichen Teil der Theresienwiese die historische „Oide Wiesn“ mit nostalgischen Fahrgeschäften und Zelten. Was Bierliebhaber am meisten interessieren dürfte: Die Maß Bier kostet in diesem Jahr zwischen 10,60 und 10,95 Euro. Dienstags ist Familientag. An diesen Tagen bieten zahlreiche Stände, Fahrgeschäfte und Schausteller vormittags und nachmittags Sonderkonditionen für Kinder und Familien.

Allgemeiner Sicherheitshinweis

Die Oktoberfest-Verantwortlichen gehen von einer erhöhten, abstrakten Gefahrenlage aus. Wie bereits im vergangenen Jahr gibt es verschärfte Zutritts-Kontrollen. Rucksäcke und größere Taschen mit einem Fassungsvermögen von mehr als drei Litern sind auch in diesem Jahr auf dem Festgelände verboten. Bei den Kinderwagen bleibt es bei den gewohnten Regelungen. Das bisherige Verbot an Samstagen, am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) und ab 18:00 Uhr bleibt bestehen.

Verkehrsrechtlicher Hinweis für Volksfest-Besucher

Während der Volksfestzeit müssen Autofahrer mit verstärkten Verkehrskontrollen rechnen. Der ADAC rät allen, die beim Volksfestbesuch auf Bier nicht verzichten möchten, das Auto stehen zu lassen und lieber öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Denn wer mit seinem Pkw einen Unfall verursacht oder auffällig fährt, begeht bereits ab 0,3 Promille im Blut eine Straftat und wird mit Geldstrafe und mindestens sechs Monaten Führerscheinentzug belangt. Autofahrer, die mit 1,1 Promille oder mehr aus dem Verkehr gezogen werden, gelten als absolut fahruntüchtig. Auch ohne alkoholtypisches Fehlverhalten im Straßenverkehr liegt hier nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat vor. Es droht eine hohe Geldstrafe, bei Wiederholungstätern sogar Freiheitsstrafe. Zudem wird die Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate entzogen. Ähnliches gilt für Radfahrer, die mit 1,6 Promille oder mehr erwischt werden, da diese Fahrt eine Straftat darstellt. Sie verlieren sogar den Führerschein, wenn die Fahrerlaubnisbehörde wegen der ungewöhnlich hohen Alkoholisierung eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) verlangt und kein positives Gutachten vorgelegt wird. Auch der "Kater danach" sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Denn am Morgen nach einem bierseligen Festbesuch ist man häufig noch nicht fahrtüchtig, da der Körper nur etwa 0,1 Promille Alkohol pro Stunde abbaut. Wer glaubt, sich durch eine üppige Mahlzeit eine Grundlage für seinen Bier- oder Weingenuss schaffen zu können, irrt. Ein voller Magen kann die Aufnahme des Alkohols nicht verhindern, sondern bestenfalls verzögern. Tee und Kaffee machen nicht nüchtern, sondern wach. Und Tabletten beschleunigen den Alkoholabbau keineswegs, vielmehr können sie Übelkeit und Durchfall auslösen.

Info: www.oktoberfest.de, www.adac.de