Aktuelle Studie belegt: Caravaning ist bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland

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Aktuelle Studie belegt: Caravaning ist bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland

Januar 27, 2018 - 07:30
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Eine aktuelle Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr e. V. an der Universität München (dwif) belegt die wirtschaftliche Bedeutung von Camping- und Caravaning-Tourismus in Deutschland. 

Caravaning ist ein echter Wirtschaftsfaktor, wie eine Studie des dwif belegt. (Foto: CIVD)

Urlauber mit Reisemobil, Caravan oder Zelt bescheren der heimischen Wirtschaft danach einen Gesamtumsatz von 12,6 Milliarden Euro. Zudem hängen über 180.000 Arbeitsplätze vom Caravaning-Tourismus ab. Aber nicht nur in Deutschland ist Caravaning beliebter als jemals zuvor. Das zeigt etwa die seit Jahren stetig wachsende Nachfrage nach neuen, gebrauchten oder geliehenen Reisemobilen und Caravans. Mehr als 1,1 Millionen Freizeitfahrzeuge sind akzuell in Deutschland zugelassen. Weitere 260.000 Caravans sind auf deutschen Campingplätzen im Dauereinsatz.

Viele Caravaning-Enthusiasten verreisen im eigenen Land, daher profitiert die deutsche Tourismusbranche stark vom anhaltenden Boom. Die deutschen Camping- und Reisemobilstellplätze zählten im Jahre 2016 satte 137,5 Millionen Übernachtungen. Das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr e. V. an der Universität München (dwif) hat den Camping- und Caravaning-Tourismus in Deutschland im Auftrag des Caravaning Industrie Verbandes e.V. (CIVD) in einer Studie genauer untersucht.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Camping- und Caravaning-Tourismus einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor in Deutschland darstellt“, resümiert Dr. Bernhard Harrer, Vorstand des dwif.

Urlauber, die mit einem Reisemobil, Caravan oder Zelt Deutschland bereisen, sorgen durch ihren Konsum während der Ferien für wichtige Impulse in der heimischen Wirtschaft. Die Studie gewährt interessante Einblicke in das Ausgabenverhalten von Caravanern und Reisemobilisten: Demnach gibt jeder Urlauber rund 50 Euro pro Tag aus. Daraus folgert ein Umsatz von über fünf Milliarden Euro. Diese verteilen sich neben den Übernachtungskosten vor allem auf den lokalen Einzelhandel, die Gastronomie und Freizeitangebote wie Freizeitparks, Museen und Wellness- Angebote.

Bayern ist als Reiseziel besonders beliebt. Noch vor Niedersachsen wird es am häufigsten von Caravaning-Anhängern besucht. Caravaner bevorzugen eher die Küstenregionen (Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein), bei Reisemobilisten stehen tendenziell Bergregionen (neben Bayern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz) und Städte (Nordrhein-Westfalen) höher im Kurs.

Ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor sind auch die Fahrtkosten der Caravaning-Urlauber, die sich auf vier Milliarden Euro summieren. Ebenso bedeutend sind die Ausgaben für die Camping-Ausrüstung in Höhe von 3,6 Milliarden Euro. In der Addition macht das 12,6 Milliarden Euro Umsatz. Geld, das im wirtschaftlichen Kreislauf bleibt, wie Herr Dr. Harrer ausführt: „Die Betreiber von Camping- und Reisemobilstellplätzen bezahlen von den Einnahmen nicht nur ihre Angestellten, sondern auch Warenlieferanten wie Energieversorger oder Bäckereien und Dienstleister wie Handwerksbetriebe, Werbeagenturen und Steuerberater.“

Die Studie errechnet für den Caravaning-Tourismus in Deutschland insgesamt 182.000 Beschäftigungsäquivalente, womit eine beträchtliche Anzahl an Arbeitsplätzen von dieser Urlaubsform abhängt. Auch der Staat profitiert erheblich von dem Boom, da Caravaning-Urlauber einen Steuereffekt von 2,3 Milliarden Euro und damit signifikante Einnahmen für die öffentlichen Kassen generieren. „Aufgrund der steigenden Beliebtheit der Urlaubsform Caravaning ist davon auszugehen, dass der Gesamtumsatz und die Steuereinnahmen weiterwachsen werden“, ergänzt Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des CIVD.

Info: www.civd.de