Ausflugstipp: Die Toyota Collection

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Ausflugstipp: Die Toyota Collection

Oktober 08, 2018 - 07:30
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Toyota Collection zeigt in Köln rund 70 Exponate aus einem halben Jahrhundert Toyota-Historie.

Einst war es eine private Fahrzeugsammlung. Sie gehörte dem Passauer Toyota-Händler Peter Pichert, der 1994 ein privates Toyota-Museum im niederbayerischen Hartkirchen am Inn eröffnete. Nach Picherts Tod im vergangenen Jahr einigte sich Toyota Deutschland GmbH mit der Familie auf eine Übernahme der Schmuckstücke. Die einzigartige Sammlung ist nun am Kölner Unternehmenssitz im Stadtteil Marsdorf zu sehen.

Die Ausstellung umfasst Weltbestseller, kultige Geländegänger, Umwelt-Pioniere und eine Sportwagen-Legende: Den Toyota 2000 GT. Damit entführt die neue Toyota Collection ihre Besucher auf eine spannende Zeitreise durch die Erfolgsgeschichte des japanischen Automobilherstellers. Sie zeigt die unverwechselbare Mischung, welche die Marke Toyota in Deutschland und weltweit auszeichnet.

Im Mittelpunkt steht der Toyota 2000 GT. Die Coupé-Ikone gelangte Ende der 1960-er Jahre auf Straßen und Rundkursen zu Weltruhm und schrieb als Roadster-Umbau im Bond-Film „Man lebt nur zweimal“ Filmgeschichte. Es ist unklar, wie viele der nur 351 gefertigten Exemplaren heute noch existieren. Klar ist, dass Peter Pichert in Europa lange suchen musste bis er auf das Exemplar stieß, das jetzt in Köln seine neue Heimat hat. Nur drei Modelle des 150 PS starken Coupés soll es in Deutschland noch geben. Zwei davon stehen jetzt in Köln.

Ein Zufallsfund war ein anderes Highlight der Sammlung: Der Corolla, den Toyota-Händler Pichert selbst im Jahre 1971 als erstes Fahrzeug von Toyota für 7.650 D-Mark verkaufte und den er einige Jahre später in einer Scheune wiederfand. Diese Entdeckung weckte seine Sammelleidenschaft. Der globale Bestseller von Toyota ist in verschiedenen Ausführungen in der neuen Fahrzeugsammlung zu sehen. Damit wird die Rolle dieses Autos gewürdigt, das wie kein zweites für den Aufstieg von Toyota zu einem der weltweit größten Autohersteller steht.

Zu sehen sind in Köln auch robuste Offroad-Modelle wie die Allradlegende Land Cruiser, die seit 1951 durch unwegsames Gelände wühlen und als legendäre „Buschtaxen“ die markentypische Zuverlässigkeit unter Beweis stellen. Einen der japanischen Geländewagen - einen HJ 61 - nutzte James-Bond-Darsteller Roger Moore in der Schweiz als Privatfahrzeug.

Heute liegt der Hybridanteil bei den Verkäufen von Toyota in Deutschland bei knapp 50 Prozent. Im Jahre 1999 genossen solche Fahrzeuge noch Exotenstatus: Damals bereitete Toyota, zwei Jahre nach der Premiere des Prius, den Vertriebsstart des Hybrid-Pioniers in Europa vor. Einer der dafür genutzten Prototypen des Prius gelangte später in die Sammlung Pichert und steht heute auch in Köln. Weitere Exoten sind ein liebevoll ausgestatteter Celica Liftback G, das Sportcoupé ist auch in vielen weiteren Versionen zu sehen. Zu sehen sind auch der Corona RT40 aus den 1960-ern als eines der ersten Modelle des japanischen Herstellers in Europa, die Oberklasse-Limousine Crown, die Peter Pichert besonders am Herzen lag, und der Mittelmotor-Sportler MR2.

Auch die lange und erfolgreiche Toyota Tradition im Motorsport kommt in der Sammlung zum Ausdruck. So trägt ein Celica GT Cabrio von 1981, das 2006 auf dem Nürburgring bei einem Formel-1-Prolog zum Einsatz kam, auf der Motorhaube die Unterschriften der damaligen Formel-1-Piloten Ralf Schumacher und Olivier Panis. Zur Feier des Rallye-WM-Titels 1990 und 1992 mit Carlos Sainz am Steuer legte Toyota vom Celica Turbo 4WD eine Sonderserie von 2.000 Exemplaren auf, von denen eines in die Sammlung Pichert gelangte.

Die Toyota Collection - die zu den größten Toyota-Sammlungen außerhalb Japans zählt - ist immer am ersten Samstag im Monat von 10 bis 14 Uhr frei zugänglich. Der Eintritt ist frei.

Info: www.toyota-collection.de