Nasenbär reloaded: Retro Tourer made in UK

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Nasenbär reloaded: Retro Tourer made in UK

Mai 06, 2018 - 07:30
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Noch bis vor wenigen Jahren war „das“ Reisemobil ein Alkoven-Modell, mit der klassischen Nase über dem Fahrerhaus mit dort befindlicher Schlafstatt. Mittlerweile hat diese Fahrzeug-Gattung an Bedeutung verloren, Modelle auf der Basis von VW Bussen sind so gut wie kaum noch neu zu haben. Anders ist das in Großbritannien, bei Retro Tourer.

(Foto: Retro Tourer)

Retro Tourer Ltd, ist ein Familienunternehmen, geführt von Buzz Burrell und seiner Frau Marion. Ansässig ist die Firma in Braunton, North Devon. Die Idee hinter Retro Tourer war und ist es, eine Alternative zu den „Mainstream“-Reisemobilen anzubieten. Die Fahrzeuge werden alle von Hand gefertigt, mit einem Alu-Aufbau im Retro-Style, der nicht von ungefähr an das Design der legendären Caravan von Airstream erinnert.

„Wir haben vier Kinder und suchten deshalb nach einem Reisemobil mit mehr Platz und Komfort als ein Campingbus bieten würde. Aber wir fanden kein Fahrzeug mit einem Grundriß, der uns zugesagt hätte. Also haben wir uns dazu entschlossen, so ein Fahrzeug selbst zu entwerfen und zu bauen.“

Da sie selbst schon einige VW T5 besaßen und von der Zuverlässigkeit und dem omfort des Volkswagen überzeugt sind, entschieden sich Buzz und Marion für den Transporter aus Hannover als Basisfahrzeug. Die Preise für starten bei 27.500 £ (was rund 30.600 Euro entspricht) für den Wohnaufbau des Retro Tourers, plus den Kosten für das Chassis eines VW T5. Das kann der Kunde entweder selbst anliefern oder es wird von Retro Tourer beschafft. Die Alu-Wohnkabine lässt sich nach Kundenwunsch lackieren (1.500 £). Wem der Aluaufbau nicht zusagen sollte, dem offerieren die Briten gegen einen Aufpreis von 2.500 £ auf eine GfK-Kabine.

Alle Retro Tourer verfügen über einen Kühlschrank, Gaskocher und Spüle, Heizung und Warmwasser-Boiler sowie ein Sanitärabteil mit Dusche und WC. Der Grundriß wird nach Abstimmung mit dem Kunden individuell gestaltet. Bis zu sechs Sitz- und Schlafplätze lassen sich realisieren. Optional können auch weitere Extras wie Kaffeemaschine, Microwelle oder Surfbretthalter verbaut werden.

Besonderes Augenmerk richtet Retro Tourer auf die Außenoptik. Die wird mit Alu-Felgen und einer geänderten Frontstoßstange „gepimpt“, zudem wird das Fahrzeug mit geänderten Federn vorne um 40 mm tiefer gelegt. Für den kommerziellen Einsatz gibt es den Retro Tourer auch „nackt“, also ohne Innenausbau. Etwa für den Einsatz als Verkaufs- oder Catering-Fahrzeug.

Neben den „Nasenbären“ bieten die Briten auch Alu-Caravans mit ein, zwei oder mehr Schlafplätzen an, zu einem Preis ab 10.000 £ (ca. 11.300 Euro). Mit rund drei Monaten Lieferfrist müssen die Kunden bei Bestellung eines Reisemobils oder Wohnwagens rechnen.

Info: www.retrotourer.co.uk