Happy Birthday: drei Jahrzehnte VW California

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Happy Birthday: drei Jahrzehnte VW California

Mai 10, 2018 - 07:30
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Er ist wohl so etwas wie das Reisemobil schlechthin: Der California von VW Nutzfahrzeuge. In diesem Jahr feiert der kompakte, wendige Campingbus seinen dreißigsten Geburtstag. Grund genug für einen Road-Trip mit dem Camper durch den namensgebenden, drittgrößten Bundesstaat der Vereinigten Staaten.

(Foto: VWN/Stephan Lindloff)

Auch für den Bus mit Frontmotor gibt es den California-Ausbau mit verschiedenen Dachformen. Am gängigsten sind das Hochdach mit der Stupsnase und das aufstellbare Klappdach. Diese beiden Versionen verfügen über insgesamt vier Schlafplätze: Je zwei im Dachbereich und je zwei im Wohnbereich. Dafür muss die Rücksitzbank umgeklappt werden. Darüber hinaus gibt es noch das sogenannte Compactdach. Das Compactdach bietet Stauraum und Stehhöhe im Fahrzeug, aber keine zusätzlichen Schlafplätze. Die Californias mit Compactdach haben eine Höhe von etwa 2,4 m, California mit Aufstelldach liegen bei rund zwei Meter Höhe.

Modellvielfalt beim California

Bei VW legt man Wert auf ein preiswertes Einstiegsmodell. Diese Rolle spielt der 1993 präsentierte California Coach. Sein besonderer Knüller ist der zum Serienstart bei 48.000 D-Mark liegende Einstandspreis. Der ist möglich durch den Verzicht auf ein Fenster hinten links (stattdessen gibt es Blech), Einfach-Verglasung und ein paar weitere Einsparungen.

Teurer wird der California mit langem Radstand. Es gibt ihn als Tour oder Club. Der Tour ist ein verlängerter Coach mit verlängertem Schrankraum, der Club bietet einen zweigeteilten Innenraum. Vorne befindet sich der Wohn- und Schlafraum mit Sitzbank und den drehbaren Vordersitzen, die Küche mit Sideboard und Hochschrank findet Platz im Heck. Zur 1994-er Saison ergänzt der Highway das Angebot. Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber und Außenspiegel, dazu Breitreifen auf Alufelgen und lackierte Anbauteile sind seine Merkmale. Besonders augenfällig ist das halbhohe Compactdach, das später Eingang in die Serie findet. Interessant: Der für Aufstell- und Compactdach identische Preis.

Zum Topmodell avanciert 1994 der reichhaltig ausgestattete California Exclusive. Er löst den California Club ab und ist ab 59.890 D-Mark zu haben. Gegenwert ist ein Mobil, das - erstmalig in dieser Klasse bei VW – über einen Sanitärraum verfügt. Möglich ist dieser durch den langen Radstand und das feste Hochdach. Zentrum des Mobils ist eine Winkelküche mit Kocher, Kühlbox, Spüle sowie Hängeschränken mit Rolladentüren. Im Frontbereich befindet sich die Sitzgruppe mit Zweierbank und den drehbaren Fahrerhaussitzen. Den Heckbereich nimmt der Waschraum mit Klappwaschbecken, Cassetten-WC und Kleiderschrank ein. Eine Dusche gibt es nicht. Aus Platz- und Gewichtsgründen, sagt VW.

Sondermodelle zum Caravan Salon

Zum Caravan Salon 1995 kommt das Sondermodell Biker, ausgerüstet mit Fahrradträger auf der Heckklappe. Ein Jahr darauf, 1996, gibt es bei VW dann schon wieder mehr zu sehen. Denn der T4 bekommt im Rahmen der „Großen Produktaufwertung“ ein neues Gesicht spendiert, angelehnt an die Pkw-Modelle des Hauses. Das Armaturenbrett wird neu gestylt, serienmäßig gibt es jetzt Scheibenbremsen an allen Rädern, ABS und zwei Airbags. Optisch fällt die Überarbeitung durch neue Stossfänger auf, von hinten gut an den jetzt zwei verbauten Nebelschlussleuchten erkennbar. Top-Motorisierung ist der 2,8 Liter große VR6-Motor mit 103 kW / 140 PS. Ach ja, der California gehört jetzt zur Angebotspalette der mittlerweile neu gegründeten Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge mit Sitz in Hannover. Ein Jahr später erfolgt der Rückgriff auf die Vergangenheit, mit dem California Joker. Seine Besonderheit: Eine herausnehmbare, optionale Doppelsitzbank. Auch Technik aus der Pkw-Entwicklung findet Eingang in den California. Ab 1998 kann für das Allradmodell Syncro der 102 PS starke TDI-Motor geordert werden. Topmotorisierung ist der 150 PS leistende TDI. Erkennbar ist er an der 16 Zoll Bereifung, die wegen der größeren Bremsanlage erforderlich ist.

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