Das Abenteuer-Mobil

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Das Abenteuer-Mobil

Oktober 11, 2017 - 07:55
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Er ist so etwas wie „der Jeep“ schlechthin: Der Wrangler, ein echter Offroader. Nichts für Weicheier. Aber auch nicht unbedingt tauglich als Reisemobil – oder doch?

Bei Behl wird aus dem Jeep ein Offroad-Reisemobil. (Foto: Werk)

Erstmals vorgestellt wurde der Wrangler in der Modellversion JK im Jahre 2006 auf der North American International Auto Show. Der Verkauf startete am 21. April 2007. Der neue Wrangler ist länger – von Stoßstange zu Stoßstange sind es 475 Zentimeter - und mit 1,87 Meter breiter als seine Vorgänger. Er wird in zwei Modellvarianten angeboten. Einerseits als Zweitürer und – mit dem Namenszusatz Unlimited – erstmals auch als Viertürer mit langem Radstand. Der ist um 523 Millimeter gewachsen und misst damit 2.945 Millimeter. Dennoch ist auch der Unlimited beileibe kein Raumwunder – und nicht unbedingt für den Umbau zum Reisemobil prädestiniert.

Da kommt dann die im Jahre 2006 gegründete Firma Behl Mobile ins Spiel. Das fränkische Unternehmen hat sich nämlich auf den individuellen Um- und Ausbau von Wohnmobilen spezialisiert. Die im Jahre 2006 von Erhard Behl gegründete Firma passt in Altfeld Reisemobile den speziellen Bedürfnissen der Kunden an. Aber der Ausbau des Wrangler Unlimited, so gibt Behl durchaus zu, war auch für ihn und sein Team „eine besondere Herausforderung“. Zunächst ging es lediglich um den Einbau einer Sitzbank, eines Spülbeckens, das zugleich als Waschgelegenheit dienen sollte, sowie um etwas Stauraum und Platz für einen Kartuschenkocher.

Der Wrangler selbst war mit einer rund 38 Zentimeter messenden Verlängerung der Karosserie und einem Aufstelldach schon „vorgerüstet“. Diesen Gazell Aufbau gibt es „leer“ ab 12.900 Euro. Bei offenem Dach liegt die Stehhöhe bei bis zu 2,13 Meter, das zusätzliche Gewicht des wieder abnehmbaren Aufsatzes bei 80 bis 180 Kilogramm, je nach Version. Die Kabine wird statt des Hardtops montiert, ein neuer Stoßfänger verbindet Kabine und Jeep am hinteren Teil des Fahrzeugs. Das Aufstelldach wird mit Gasdruckfedern geöffnet, vier Fenster mit Moskitonetzen sorgen für gute Belüftung. Das obere Bett ist 120 x 200 Zentimeter groß. Am Heck gibt es eine ausziehbare Einstiegsleiter.

Der Besitzer des Jeeps wollte es ein wenig wohnlicher haben. Mit Spüle, Kocher und Sitzbank. Obendrein sollte aber auch noch Platz für einen großen Hund verbleiben. damit der Jeeper seinem Beruf als Hundeführer mit dem Fahrzeug nachgehen kann.
 So kam dann Eins zum Anderen und auf die Wunschliste wanderten noch weiter Punkte wie eine mit Kraftstoff betriebene Standheizung, ein Frischwassertank, Kühlschrank und eine Warmwasserversorgung mit Außendusche. Schön wäre es auch, wenn die Elektroversorgung ein oder zwei Tage autarkes „frei stehen“ hergeben würde und wenn die Standheizung auch den Motor vorwärmen könnte. Irgendwie hat es

Erhard Behl mit seinem Team dann geschafft, alle diese Wünsche zu erfüllen. Und die erforderliche Technik irgendwie in oder ans Fahrzeug zu packen. Damit steht der Wrangler Unlimited nun parat, die Welt zu erobern. Auf und abseits der Straßen.

Info: www.behl-mobile.de