Camper-Sondermodell zum 50. Jubiläum: Irmscher Vivaro ''Liner 68''

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Camper-Sondermodell zum 50. Jubiläum: Irmscher Vivaro ''Liner 68''

März 29, 2018 - 07:30
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In Remshalden bei Irmscher hat man allen Grund zum feiern: Die Firma feiert ihr 50-jähriges Bestehen und im März wurde das 500.000-ste Fahrzeug in einer Irmscher Modifikationsstätte als Sondermodell umgebaut. Beide Ereignisse feiert Irmscher mit dem Vivaro „Liner 68“, einem optisch wie leistungsmäßig „flotten“ Campingbus.

(Foto: Irmscher)

Das sportliche Engagement des Familienunternehmens Irmscher reicht zurück bis ins Jahr 1965. Damals gewann Firmengründer Günther Irmscher sen. auf einem NSU Prinz TT die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft. Zwei Jahre später siegte er auf dem gleichen Modell auch bei der Rallye Tour d’Europe. Im Jahre 1968 gründete Günther Irmscher die Irmscher Automobilbau GmbH & Co. KG. In einer Doppelgarage wurden die ersten Fahrzeuge für den Rennsport umgerüstet. Das Unternehmen mit Sitz in Remshalden entwickelte sich im Laufe der Jahre zum wohl größten Individualisierungs- und Tuning-Partner von Opel. Zahlreiche Renn- und Rallye-Versionen von Serienfahrzeugen mit dem Blitz am Kühlergrill begründeten den guten Ruf der Firma. In Rallyefahrzeugen von Irmscher waren Piloten wie der zweifache Rallye-Weltmeister Walter Röhrl, Jochi Kleint, Achim Warmbold oder Sepp Haider bei nationalen und internationalen Rallyes unterwegs.

Irmscher ist spezialisiert auf die Individualisierung von Serienfahrzeugen nach Kundenwunsch: Auf Tuning also, wie man einst sagte. Angeboten werden Anbauteile wie Spoiler oder Seitenschweller, aber auch Felgen und Innenraumveredelungen aus Aluminium oder Holz. Dazu zählen etwa Lenkräder, Konsolenverkleidungen oder Schaltknäufe, Aber auch der leinen Details nehmen sich die Remshaldener an, wie Türpins oder Pedalerie beweisen, die das Tüpfelchen auf dem „i“ darstellen. Damit die Leistung auch der Optik entspricht, bietet Irmscher zudem Leistungssteigerungen sowie angepasste Abgassysteme an.

Klar, dass sich auch der Liner 68 optisch von seinem Serien-Bruder, dem Opel Vivaro, deutlich abhebt. Der modifizierte Kühlergrill und die tiefgezogene Frontschürze prägen die Frontpartie des Campers. Dazu gibt es Seitenschweller, ein Farbdesign im Irmscher-Look und einen Heckspoiler. Das Fahrwerk ist komplett überarbeitet und um rund 35 mm tiefergelegt. Dazu passen 20 Zoll Räder im Irmscher „Heli Star“ Design mit Reifen von Pirelli. Wer so schnell aussieht, darf es dann auch gerne sein. Deshalb hat man bei Irmscher die serienmäßige Leistung des Vivaro von 145 PS um 30 Pferdestärken auf 175 PS gesteigert. Innen gibt es das ab Werk erhältliche Irmscher „Tourer Paket“. Es zeichnet sich durch feine Lederapplikationen und Velourteppiche aus.

Spannend für Camper sind die im Heck des Vivaro Liner 68 untergebrachten und von Irmscher selbst entwickelten Modulmöbel I-Flex, farblich in rot und hellgrau gehalten. Sie bieten neben zahlreichen Staufächern auch eine mobile Küche mit zweiflammigem Edelstahl-Kocher, Spüle und Kühlbox. Die Frisch- udn Abwasserkanister fassen je 25 Liter. Damit wird der Vivaro zum echten Freizeitmobil. Mit an Bord ist auch ein Tisch. So kann die Besatzung mit dem herausnehmbaren Kocher, am Urlaubsort angekommen, draußen kochen. Pfiffig ist die Stauraumlösung, die aus einem Taschensystem für Bekleidung besteht und von innen wie von außen zugänglich ist. Das Basissystem „I Flex“ läßt sich im Handumdrehen in ein Bett mit Polstern in Orange für zwei Personen verwandeln. Irmscher verspricht, dass der Rückbau in zehn Minuten erledigt sei. So steht der Vivaro wieder in seinem urspünglichen Zustand zur Nutzung bereit, für den Transport von Gütern oder Personen.

Das I-Flex-System wiegt etwa 80 Kilogramm und wird mit Zurrgurten gesichert und befestigt. Es soll auch für andere Transporter neben dem Opel Vivaro verfügbar sein, etwa für den Ford Transit oder den VW T5/T6. Der Einzelpreis für das I-Flex System soll rund 4.000 Euro betragen.

Seinem Namen entsprechend ist der Irmscher Vivaro „Liner 68“ auf 68 Exemplare limitiert. Bestellt werden kann er bei jedem Irmscher Opel Partner oder bei Irmscher direkt. Je nach Motorisierung und Ausstattung kostet das Basisfahrzeug ab etwa 30.000 Euro. Irmschers Ausbau ist für rund 12.000 Euro zu haben. Für das Foto-Fahrzeug mit 175 PS-Maschine und den gezeigten Aus- und Umbauten sind rund 45.000 Euro fällig.

Info: www.irmscher.de