Vor Fahrtantritt auf richtige Beladung achten

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Vor Fahrtantritt auf richtige Beladung achten

Juli 14, 2017 - 07:22
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Routinierte Camper achten nicht nur auf die Gesamtmasse ihres Fahrzeuges sondern auch auf Achslast und Stützlast. Aber auch die richtige Verteilung ist wichtig, sonst kann es mit nicht überladenen Fahrzeug zu gefährlichen Fahrsituationen kommen. 

In den grünen Bereichen sind schwere Sachen am besten verstaut. (Foto: GTÜ)

Vor der Fahrt in den Urlaub kommt es auf die richtige und damit sichere Beladung des Fahrzeugs an. Routinierte Camper laden hier mit System. Aber gerade für Einsteiger oder Mieter ist die Frage nach der korrekten Beladung nicht so einfach beantwortet. 

Natürlich sollen Kleidung, Proviant und Urlaubsutensilien schnell erreichbar sein. Allerdings haben falsche Beladungen direkte Auswirkungen auf das Fahrzeug beziehungsweise Gespann. Hier gilt die Faustregel: Schweres gehört nach unten. Die Ladungsverteilung wirkt sich auf die Lage des Schwerpunkts aus, und gerade bei Reisemobilien hat diese Schwerpunktlage spürbare Auswirkungen aufs Fahrverhalten. Je tiefer der Schwerpunkt liegt, desto geringer fallen Karosseriebewegungen und Karosserieneigungen aus. Eine hohe Schwerpunktlage kann hingegen in Kurven gefährlich werden und schränkt den Fahrkomfort ein.

Vor allem in Caravans sollte schweres zudem in der Fahrzeugmitte verstaut werden, auch wenn meist üppige Stauräume in Bug und Heck - etwa unter den Betten oder im Deichselkasten - noch so praktisch erscheinen. Die GTÜ-Sicherheitsexperten bekräftigen: Hier gehören nur leichtgewichtige Utensilien rein, denn sonst ergeben sich negative Auswirkungen auf die Fahrstabilität des Gespanns; die Neigung zum Pendeln des Wohnanhängers nimmt sonst zu. Zudem ist es ratsam, auch die Ladekapazität des Zugfahrzeugs auszunutzen. Denn je schwerer der Zugwagen und je leichter der Hänger ist, desto fahrstabiler ist das Gespann – sofern die Zuladungsgrenzen eingehalten werden. 

Mit Sachverstand beladen

Die beiden Darstellungen von Reisemobil und Caravan machen deutlich, wo in welcher Fahrzeugart schwere Ladung am besten verstaut werden sollte. Im grünen Bereich fallen eventuell negative Auswirkungen auf Fahrverhalten und Fahrsicherheit am geringsten aus. Die gelbe Zone sollte hingegen nur bedingt genutzt werden, und im rot gekennzeichneten Bereich verstaut der Profi wirklich nur Leichtes wie beispielsweise Kleidung. Das passt in der Regel auch ganz gut zur Möbelanordnung: Oben die Dachstauschränke für Wäsche und Oberbekleidung bis hin zum Küchenblock, wo Schweres wie Proviant, Geschirr und Kochutensilien verstaut werden. Diese Zonen sollten auch bei der Nachrüstung schwerer Bordtechnik wie Batterien oder größerer Tanks berücksichtigt werden. Im grünen Bereich ist diese bestens aufgehoben.

Auch sollte man daran denken, dass während der Fahrt in schnellen Kurven oder beim Bremsen erhebliche Kräfte auf die Ladung wirken können. Generell daher Ladung gegen Verrutschen sichern, offene Ablagen entleeren und Stellflächen abräumen. Wenn möglich, die Ladung formschlüssig nach vorne stauen. Sicherstellen, dass alle Schubladen, Klappen und Türen korrekt geschlossen und gesichert sind. Insbesondere Kühlschranktüren, die in Fahrtrichtung aufschwenken, sind gewissenhaft zu verriegeln.

Info: www.gtue.de