Urlaub mit dem Wohnmobil: So klappt‘s mit dem Mieten

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Urlaub mit dem Wohnmobil: So klappt‘s mit dem Mieten

Mai 02, 2017 - 16:44
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Die ADAC Autovermietung, die auch Caravans und Wohnmobile vermittelt, erklärt, worauf es beim Mieten ankommt.

Wenn man einige Tipps beachten, steht dem Urlaub mit Mietwohnmobil nichts mehr im Wege. (Foto: ADAC / fotolia)

Ferien mit dem Wohnmobil sind beliebter denn je: Wurden 2012 noch 24.062 Fahrzeuge neu zugelassen, waren es 2016 laut Kraftfahrtbundesamt bereits 35.135 – das ist ein Plus von 46 Prozent. Auch der Markt der Miet-Wohnmobile wächst stetig. Damit nichts die Urlaubsfreuden trübt, sollte man einige Tipps beherzigen.

Wer in den Sommerferien fahren will und auf ein bestimmtes Modell festgelegt ist, muss frühzeitig buchen – am besten sechs Monate, bevor der Urlaub beginnt. Aber auch jetzt gibt es noch genügend Wohnmobile für die Hochsaison – Flexibilität bei Fahrzeug und Zeitraum ist dabei hilfreich. Einige Wohnmobilvermietungen wie der ADAC bieten die Möglichkeit, die aktuelle Verfügbarkeit online in Echtzeit abzurufen. Wer bereits zwischen Ende August und Ende Dezember für das kommende Jahr bucht, kann mit Frühbucherrabatten rechnen.

Sicherheit:

Wer zum ersten Mal ein Wohnmobil mietet, muss sich bewusst sein, dass es deutlich breiter ist als ein Pkw, was leicht zu Rempeleien mit Schrammen und Dellen führt. Ganz wichtig: Vor einem Tunnel aus Sicherheitsgründen keinesfalls überholen! Fährt ein Lkw hier neben einem Wohnmobil, entsteht ein gefährlicher Unterdruck, der beide Fahrzeuge zueinander hinzieht. Außerdem muss man - im Gegensatz zum PKW - auf die Durchfahrtshöhe und -breite achten. Sofern nicht schon vom Vermieter gemacht, sollte man einen kleinen Zettel mit den Abmessungen im Blickfeld des Fahrer befestigen.

Fahrzeug:

Nicht jeder Sitzplatz darf auch während der Fahrt genutzt werden. Daher sollte unbedingt auf die Zahl der eingetragenen Sitzplätze geachtet werden. Im Idealfall sind im Wohnmobil feste Schlafplätze für jeden Mitfahrer vorhanden. Zwar kann man zum Beispiel den Tisch meist zum Bett umfunktionieren, auf Dauer ist das aber oft unbequem und der ständige Umbau kostet Nerven. Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen vor der Anmietung überprüfen, ob der eigene Führerschein dafür gültig ist.

Mietdauer:

In der Regel sind Wohnmobile für Zeiträume von mindestens einer Woche mietbar. Einige Vermieter verlangen in der Hauptsaison sogar eine Mietdauer von 14 Tagen. Ab drei Wochen gibt es oft Rabatte für Langzeitmieten. In der Nebensaison ist unter Umständen eine kürzere Mietdauer möglich. Meisten werden in der Saison Fahrzeuge von Wochenende zu Wochenende vermietet, da die Vermieter die Fahrzeuge optimal auslasten wollen.

Camping-/Stellplatz:

In der Hauptsaison ist es auf Camping- und Stellplätzen gerade an den beliebtesten Reisezielen meistens voll. Deshalb sollte der Platz unbedingt vorher reserviert werden. Camping- und Stellplatzführer in Buchform oder als Smartphone-/Tablet-App verschaffen einen Überblick über empfehlenswerte Plätze im Zielgebiet. Häufig gibt es diese bei den Automobilclubs wie beim ADAC. Dort gibt es auch Tourensets, mit denen unterschiedlichste Regionen erfahren werden können.

Einweisung:

Für die Übergabe des Wohnmobils genügend Zeit einplanen. Je nach eigener Kenntnis dauert es zwischen 30 Minuten und einer Stunde, bis sich der Mieter zum Beispiel mit Gas, Toilette oder Markise vertraut gemacht hat. Ein penibler Rundgang um das Fahrzeug, um vorhandene Schäden zu protokollieren und bestätigen zu lassen, ist wichtig. Dabei sollte auf keinen Fall das Dach vergessen werden. Ein Tipp: Am besten macht man die Einweisung zu zweit. Falls etwas während des Urlaubs in Vergessenheit gerät, kann die zweite Person weiterhelfen.

Versicherungen:

Neben der obligatorischen Haftpflichtversicherung kann zwischen Vollkasko- und Teilkasko, meist mit Selbstbeteiligung ab 1.000 oder 1.500 Euro, gewählt werden. Der Eigenanteil lässt sich mit einer Selbstbehaltversicherung auf 200 bis 250 Euro reduzieren. Für Reisen sind zudem immer ein Auslandskrankenschutz und eine Reiserücktrittskosten-Versicherung zu empfehlen.

Kinder:

Miet-Wohnmobile verfügen in der Regel nicht über Kindersitze. Diese am besten selbst mitbringen und vor Ort einbauen. Allerdings gehört eine Isofix-Verankerung bisher in Wohnmobilen nicht zur Standard-Ausstattung.

Geschwindigkeit:

Im Wohnmobil gilt der Grundsatz „Reisen statt rasen“. Eine Reisegeschwindigkeit zwischen 90 und 110 km/h schont Nerven und – dank des geringeren Verbrauchs – auch den Geldbeutel. Für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen Gesamtmasse gilt ohnehin eine maximale Geschwindigkeit von 100 km/h. Im Durchschnitt verbrauchen Wohnmobile 9 bis 14 Liter Diesel pro 100 Kilometer.

Privat mieten:

Wer sein Wohnmobil nicht vom professionellen Vermieter, sondern von einer Privatperson mietet, muss darauf achten, dass es als Selbstfahrervermietfahrzeug zugelassen ist – sonst sind sämtliche Versicherungen bei einer Vermietung ungültig. Bei älteren Fahrzeugen sollte man einen Blick unter die Haube werfen und die Serviceintervalle kontrollieren, damit man im Urlaub nicht liegenbleibt.

Info: www.adac.de