Urlaub im gemieteten Reisemobil

Benötigte Zeit zum Lesen
2 Minuten
Bisher gelesen

Urlaub im gemieteten Reisemobil

Mai 14, 2018 - 07:30
Veröffentlicht in:

Bei den Teilintegrierten ist das Fahrerhaus noch original. (Foto: CIVD)

Urlaub mit dem Reisemobil findet immer mehr Anhänger. Im Freizeitfahrzeug ist man unabhängig von Öffnungszeiten, Fahr- oder Flugplänen - und man ist höchst flexibel unterwegs. Für diese Freiheit in der Urlaubszeit muss niemand ein Reisemobil kaufen. Mieten ist, etwa für beruflich stark eingebundene Paare und Familien, durchaus eine gute Alternative.

Allerdings sollte schnell handeln, wer die großen Ferien 2018 in einem gemieteten Reisemobil verbringen möchte. Denn die Mietfahrzeuge sind speziell in den Sommerferien sehr begehrt.

„Der Caravaning-Boom in Deutschland führt auch in diesem Jahr zu einer starken Nachfrage nach Mietreisemobilen, insbesondere in der Feriensaison“, so berichtet Kai Dhonau, Präsident des Deutschen Caravaning Handels-Verbands DCHV. „Die Sommerferien sind bei unseren Caravaning Fachbetrieben schon nahezu ausgebucht. Das liegt natürlich auch an der Qualität unserer rund 260 Mitgliedsbetriebe. Denn wer bei einem DCHV-Fachhändler sein Reisemobil mietet, darf von einem ordnungsgemäßen Zustand des Fahrzeugs ausgehen. Wartung und Service der Fahrzeuge und eine gründliche Einweisung des Mieters in die Technik des Mietmobils liegen unseren Mitgliedern besonders am Herzen.“

Seit über vier Jahrzehnten engagiert sich der DCHV für die Steigerung der Leistungsfähigkeit des Caravaning-Fachhandels in Deutschland. So etwa mit verschiedenen anerkannten Fortbildungs- und Ausbildungsangeboten und dem jährlichen DCHV-Händlerwettbewerb, der in über 100 Punkten die Leistung der Teilnehmer prüft und prämiert.

Die Voraussetzungen für die Miete eines Reisemobils sind überschaubar. Der Mieter muss älter als 21 Jahre und im Besitz eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses sowie eines gültigen Führerscheins sein. Zudem muss er mehr als ein Jahr Fahrpraxis besitzen. Fast alle Mietmobile dürfen mit der „normalen“ Klasse B Fahrerlaubnis gefahren werden.

Je nach Anbieter, Größe des Reisemobils und Reisesaison liegen die Kosten für ein Reisemobil zwischen 60 und 180 Euro pro Tag. Das ist dann zwar kein Billigurlaub, aber mit kaum einer anderen Urlaubsform lässt sich so entspannt und unabhängig erkunden wie mit dem Reisemobil. Wer sich noch nicht sicher ist, ob Caravaning wirklich seine Urlaubsform ist, kann seine Eignung vor dem Kauf eines eigenen Reisemobils durch eine mehrtägige Miete mit verhältnismäßig geringem finanziellem Einsatz zunächst genau prüfen.

Für Neulinge im Reisemobil hat der DCHV einige Tipps für die erste Reise im Mietfahrzeug:

Für die Reisenden gibt es mehr Raum und Zuladung, wenn man das Reisemobil für eine Person mehr bucht als tatsächlich mitfahren. Spätestens bei einem Regentag macht sich der Raumgewinn bezahlt.

Reisende sollten im Anmietungszeitraum einen Tag vor und einen Tag nach der Reise mit einkalkulieren. So kann vor der Abreise und nach der Rückkehr das Gepäck in Ruhe ein- und ausgeladen und das Mietfahrzeug überführt werden. Am Abholungstag sollte man ausreichend Zeit für die Einweisung des Fachhändlers in die Bordtechnik des Mobils einplanen.

Vor Abfahrt: Üben auf bekannten und nicht sonderlich belebten Straßen. So bekommt man ein Gefühl für die Fahreigenschaften und Abmessungen des Mietmobils. Vor allem beim Rangieren, in engen Kurven, Tunneln und Ortsdurchfahrten ist unterwegs Konzentration gefordert.

Die Reiseetappen, vor allem bei An- und Abreise zum Urlaubsort, sollte man nicht zu lang gestalten. Da vom Bett bis zum Bad ist schließlich alles an Bord, so kann man jederzeit eine Pause oder Übernachtung einlegen. Und den Urlaub schon beim Losfahren beginnen.