Frühjahrszeit ist Marderzeit

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Frühjahrszeit ist Marderzeit

Mai 06, 2017 - 07:15
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Kleine Ursache – große Wirkung. Schon ein einziger Marderbiss kann hohe Reparaturkosten verursachen. Gerade bei modernen Autos haben Elektronikfehler verheerende Ausmaße. Vorbeugen hilft, hohe Reparaturkosten zu vermeiden.

Mit einem kleinen Gerät (gelber Kasten) kann der Motorraum vor Verbiss geschützt werdene. (Foto: GTÜ)

Wenn die Steinmarder ihren Nachwuchs zur Welt bringen sind die Tiere extrem aktiv und folgen instinktiv ihrem Erkundungstrieb. Vor allem die Männchen der Steinmarder äußern ihre Aggressionen mit einem herzhaften Biss in Schläuche und Kabel. Aber auch das Dämmmaterial der Motorhaube wird als Demonstration der Macht zerfleddert. Folgeschäden durch Marderbiss sind erheblich und können die Sicherheit des Fahrzeugs gefährden, warnen die Experten der GTÜ hin.

Durch Marderschäden bleiben Autos zuhauf liegen, die Elektronik versagt oder es kommt zu kleinen Bränden, verursacht durch zerstörtes Dämmmaterial, das an heißen Motorteilen Feuer fangen kann. Häufig hilft nur noch der Abschleppdienst in die nächste Werkstatt. Dort müssen dann zerbissene Dämmmatten, Schläuche und Kabel erneuert und als Marderschutz ummantelt werden - das kann mitunter richtig teuer werden. Jährlich entstehen so Schäden in Höhe von mehreren Millionen Euro.

Damit es erst gar nicht zu einem Schaden kommt, gilt es, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Von Giften und selbstgebastelten Lösungen sollte man Abstand nehmen. Die Sachverständigen der GTÜ empfehlen professionelle Geräte mit Kontaktplatten im Motorraum, die nahezu alle Marderschäden durch kleine Stromschläge verhindern.

Die Kontaktplatten mit Minus- und Pluspol sorgen für den Stromschlag, der nach dem Weidezaunprinzip erzeugt wird. Diese Art von Marderschreck ist tierschonend und verletzt das Tier nicht. Trotzdem wird das Tier effektiv vertrieben. Die sensorgesteuerten und batteriebetriebenen Geräte arbeiten mehrere Monate unabhängig vom Bordnetz und sind daher eine klare Empfehlung für Fahrzeuge, die länger stehen. Im Gegensatz zu Ultraschallgeräten stören diese Geräte andere Tiere nicht. Zusätzlich sollten Autofahrer regelmäßig einen Blick unter die Haube werfen und die Technik auf einen eventuellen Verbiss prüfen.

Einfache Geräte sind bereits ab rund 30,- Euro erhältlich, gute Geräte kosten etwas über einhundert Euro. Insgesamt sind aber alle Geräte deutlich billiger als eine Reparatur.

Info: www.gtue.de