Der erste Wohnmobilurlaub - ADAC Autovermietung gibt Tipps für Einsteiger

Benötigte Zeit zum Lesen
2 Minuten
Bisher gelesen

Der erste Wohnmobilurlaub - ADAC Autovermietung gibt Tipps für Einsteiger

Februar 12, 2018 - 15:38
Veröffentlicht in:

Campingurlaub liegt voll im Trend. So richtig unabhängig ist man aber erst mit einem Wohnmobil. Ob einem diese Art von Ferien liegt, kann man am besten testen, indem man erstmal ein Wohnmobil anmietet. 

Natur erleben - Urlaub im Wohnmobil hat seine besonderen Reize. (Foto: ADAC)

Wer das erste Mal mit dem Reisemobil in den Urlaub fahren möchte, kann einiges falsch machen. Damit die Urlaubsfreuden nicht getrübt werden, hat die  ADAC Autovermietung die wichtigsten Tipps für Einsteiger zusammengestellt: 

Auf die Größe achten

Wohnmobile sind deutlich breiter sind als herkömmliche PKW. Daher sollte man besonders auf die Durchfahrtshöhe- und -breite achten. Grundsätzlich gilt aber wie beim PKW: Wo die Spiegel durchpassen, passt auch der Rest durch  - zumindest bei der Breite. Für Einsteiger sind besonders schlanke Wohnmobile und Kastenwagen geeignet. Sie sind schon ab rund 600 Euro pro Woche erhältlich. Außerdem ist in dieser Kategorie meist die Führerscheinklasse B ausreichend. Aufgrund der hohen entspannten Sitzposition und den geraden Fahrzeugkanten sind Wohnmobile oftmals leichter zu fahren als Autos. Ganz wichtig: Vor einem Tunnel aus Sicherheitsgründen keinesfalls überholen! Fährt ein Lkw hier neben einem Wohnmobil, entsteht ein gefährlicher Unterdruck, der beide Fahrzeuge zueinander hinzieht.

Wichtig: die Fahrzeugübergabe

Planen Sie ausreichend Zeit für die Fahrzeugübergabe ein. Dort wird Ihnen erklärt, wie die Versorgung des Frischwassertanks auf den Camping- und Stellplätzen funktioniert, wo und wie Sie das Ab- bzw. Schmutzwasser aus dem Tank entsorgen und wie Gas, Wasser und Strom im Wohnmobil für das Heizen, Kühlen und Kochen geschaltet und verwendet werden, aber auch, wie Sie  Markise und  Fahrradträger bedienen. Sofern man nicht allein reist, ist es durchaus sinnvoll wenn alle Mitreisenden bei der Übergabe dabei sind. So lernen alle Beteiligten das Fahrzeug kennen. Wer sich nicht sicher ist, sollte sich bei der Übergabe Notizen machen.Sollten später Fragen auftauchen, kann man sich gegenseitig helfen. 

Gute Planung spart Geld

Bei der Planung der Reise sollten Sie auf die Kosten achten. Ins Geld gehen beispielsweise das Tanken, die Maut oder auch Fähren. Fährpreise richten sich unter anderem nach der Länge des Reisemobils. So kann teilweise in Skandinavien gespart werden, indem das Wohnmobil eine Länge von 6 Metern nicht überschreitet. Das Ausweichen auf touristisch zumeist attraktive Nebenstraßen spart Nerven, Stauzeit und Mautkosten. Im Wohnmobil gilt außerdem der Grundsatz „Reisen statt rasen“. Die Reiseetappen sollten daher kürzer gewählt werden als beim PKW. Eine Reisegeschwindigkeit zwischen 90 und 110 km/h schont Nerven und – dank des geringeren Verbrauchs – auch den Geldbeutel. Für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen Gesamtmasse gilt ohnehin eine maximale Geschwindigkeit von 100 km/h. Im Durchschnitt verbrauchen Wohnmobile 9 bis 14 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Aber auch die Durchschnittspreise für Campinglätze unterscheiden sich teilweise drastisch von Land zu Land.

Die Auswahl der Route ist für einen entspannten Urlaub ebenfalls entscheidend. Viele Serpentinen, schmale Tunnel, enge Gassen stellen Anfänger vor Herausforderungen. Der ADAC Stellplatzführer ist eine ideale Planungshilfe und ist auch in jedem ADAC Wohnmobil an Bord. Wertvolle Tipps bieten die ADAC Tourensets zu vielen Städten, Regionen und Ländern. Die Tourensets gibt es auch digital als App für Smartphone und Tablet.

Richtig packen

Auch packen für den ersten Urlaub mit dem Wohnmobil will geplant sein. Mietmobile sind, im Gegensatz zu Ferienhotels, zum Beispiel nicht mit Toilettenpapier ausgerüstet und muss - genau wie das Bettzeug - mitgebracht werden. Auch die Küchenausstattung sowie Geschirr und Besteck muss man selbst mitbringen. Korkenzieher, Flaschen- und Dosenöffner sowie Schneidebrett und Spülschüssel gehören an Bord. Außerdem gehören die Klassiker der Campingausrüstung wie Taschenlampen, Batterien, Messer, Kerzen, Feuerzeug und idealerweise ein Klappspaten ins Gepäck. Vergessen werden gerne Geschirrspülmittel, Handwaschmittel und Müllbeutel. 

Das leichte Gepäck kann problemlos unter dem Dach verstaut werden. Schwere Ladung wie Getränke, Konserven und Tetrapacks dagegen immer unten und am besten in Achsnähe lagern, damit beim Fahrzeug der Schwerpunkt stimmt. Lebensmittel sollten auslaufsicher verpackt sein. Das Gewicht der Zuladung summiert sich sehr schnell. Für Überladung haftet der Fahrer. Tipp: Über das Internet lassen sich öffentliche Fahrzeugwaagen finden, bei denen man für wenig Geld das beladene Mobil wiegen lassen kann. 

Rechtzeitig buchen

In der Hochsaison ist spontanes Stellplatz-Hopping in Regionen am Mittelmeer oder in den Bergen auf Grund der hohen Auslastung nur bedingt möglich. Ideal für die ersten Ferien im Wohnmobil sind dort die Monate April, Mai und September/Oktober. Oder man weicht auf andere Urlaubsregionen aus wie innerdeutsche Ziele oder osteuropäische Länder (Polen, Tschechien, Ungarn). Wer in den Sommerferien mit seinem Wunschfahrzeug unterwegs sein will, sollte sich beeilen. Noch gibt es Kapazitäten, spätestens ab April dürften viele Kategorien ausgebucht sein. 

Info: www.adac.de/wohnmobile