ADAC-Tipps zur richtigen Starthilfe

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ADAC-Tipps zur richtigen Starthilfe

November 29, 2016 - 07:45
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Mit sinkenden Temperaturen quittieren auch wieder vermehrt Batterien ihren Dienst und das Auto oder Reisemobil springt nicht an. Der ADAC hat zusammengefasst, was bei der Starthilfe zu beachten ist.

Wenn die Starthilfe nicht korrekt gegeben wird, kann es zu Schäden an der Fahrzeugelektrik kommen. (Foto: ADAC)

Meist passiert es am frühen Morgen nach einer frostigen Nacht: Statt des normalen Anlassergeräuschs zum Starten des Motors hört man nur noch ein Klacken. Wird dabei die Innenleuchte dunkler, ist die Batterie entladen. Statt den Pannendienst oder eine Werkstatt anzurufen, kann man sich gegenseitig Starthilfe geben.

Vor der Hilfe sollte man allerdings einen Blick in die Bedienungsanleitungen des Pannen- und des Spenderfahrzeugs werfen. Hier gibt es Informationen, ob Starthilfe möglich ist und wo sich die Anschlusspunkte für die Starthilfekabel befinden. Wichtig ist, dass das Kabel die DIN-Norm 72 553 beziehungsweise die ISO-Norm 6722 erfüllt. Bei Reisemobilen, Diesel-PKW und Motoren über 2,5 Litern Hubraum sollte der Kabelquersachnitt mindesten 25 mm² betragen. Für kleine Benzinmotoren sollten es mindestens 16 mm² sein.

Ganz wichtig ist die intakte Isolierung der Polzangen. Diese müssen, um bei einer unbeabsichtigten Berührung von Metallteilen am Auto Kurzschlüsse zu vermeiden, komplett in Kunststoff ausgeführt sein. Nur die Kontaktteile in der Zangenspitze bestehen aus Metall. Diese sollten einen möglichst großflächigen Kontakt mit der Batterie beziehungsweise den Massepunkten ergeben. Bestehen Zweifel, bei welchem Pol es sich um den Plus- oder Minuspol handelt, auf keinen Fall Starthilfe geben, da bei Verpolung die Fahrzeugelektrik Schaden nehmen kann.

  1. Zuerst heißt es, mit dem roten Kabel eine Verbindung zwischen dem Pluspol des Spenderfahrzeugs und dem Pluspol des Pannenfahrzeugs herzustellen.
  2. Dann wird mit dem schwarzen Kabel der Minuspol des Spenderfahrzeugs mit einem geeigneten Metallteil (Massepunkt) des Pannenfahrzeugs verbunden.
  3. Sind alle Kabel richtig angeschlossen und sitzen fest, wird das Spenderfahrzeug gestartet.
  4. Ist dessen Motor einige Minuten gelaufen, kann man das Pannenfahrzeug anlassen.

Wenn der Motor startet, sollten beide Fahrzeuge noch einige Minuten laufen, bevor starke elektrische Verbraucher wie Heckscheibenheizung, Licht und Gebläse eingeschaltet werden. Beim Lösen der Polzangen können ansonsten Spannungsspitzen auftreten, die elektronische Bauteile schädigen könnten. Danach sollten in umgekehrter Reihenfolge zuerst das schwarze Minuskabel, anschließend das rote Pluskabel gelöst und nicht benötigte elektrische Verbraucher ausgeschaltet werden. Um die Batterie nachzuladen, ist eine längere Fahrt nötig, andernfalls sollte die Batterie mit einem geeigneten Ladegerät aufgeladen werden.

Taucht das Problem einer leeren Batterie häufiger auf, sollte die elektrische Anlage von einer Fachwerkstatt untersucht werden.

Info: www.adac.de/starthilfe