Sichtbare Autoersatzteile könnten günstiger werden

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Sichtbare Autoersatzteile könnten günstiger werden

Oktober 06, 2018 - 17:38
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Eine neue Reparaturklausel im Designschutz soll die Rechte der Autofahrer stärken.

Zukünftig könnten die Reparaturkosten von Blechschäden billiger werden. (Foto: jn)

Anders als in anderen EU-Staaten genießen sichtbare Autoteile einen Designschutz. Im Ergebnis sind dadurch diese Ersatzteile durch den fehlenden Wettbewerb häufig teurer als bei unseren Nachbarn. Betroffen sind unter anderem Bauteile wie Stoßfänger, Scheinwerfer und Kotflügel.

Da sich die Hersteller bei diesen Teilen auf den Designschutz berufen können, ist der Nachbau für Zulieferer untersagt. Autobesitzer müssen deshalb häufig überteuerte Originalteile kaufen. Möchte der Verbraucher einen Unfallwagen reparieren, muss er zum Beispiel einen teuren Kotflügel beim Kfz-Hersteller kaufen. Gerade bei älteren Fahrzeugen kann damit ein kleiner Unfallschaden zu einer so hohen Kostenbelastung führen, dass die Reparatur wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll ist.

Jetzt hat Verbraucherschutzministerin Barley (SPD) einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem eine sogenannte Reparaturklausel eingeführt werden soll. Diese würde im Schadensfall den Designschutz aufheben, was in einigen Bereichen zu einer deutlichen Senkung der Ersatzteilpreise führen dürfte.

Das Designgesetz soll um den Paragrafen 40a ergänzt werden.

Info: www.bmjv.de

Gesetzentwurf

㤠40a Reparaturklausel

Es besteht kein Designschutz für ein Design, das als Bauelement eines komplexen Erzeugnisses mit dem Ziel verwendet wird, die Reparatur dieses komplexen Erzeugnisses zu ermöglichen, um diesem wieder sein ursprüngliches Erscheinungsbild zu verleihen.“