Westfalia mit neuem Werk und neuen Modellen

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Westfalia mit neuem Werk und neuen Modellen

Mai 20, 2017 - 16:33
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Keinen Grund zum Klagen hat der der Hersteller aus Rheda-Wiedenbrück. Die Geschäfte laufen laufen überdurchschnittlich gut, so dass die Geschäftsleitung klar auf Expansion setzt.

Der neue Columbus 540 ist der erste Ducato mit Aufstelldach. (Foto: jn)

Klare Worte von Geschäftsführer Mike Reuer bei der Vorstellung der neuen Modelle: Der Standort in Rheda-Wiedenbrück bleibt nicht nur erhalten, er wird sogar noch ausgebaut. Die Mitarbeiterzahl ist in denletzten zwei Jahren von 190 auf 320 Beschäftigte gestiegen. Grund sind die stetig steigenden Produktions- und Absatzzahlen, die deutlich über Branchendurchschnitt liegen. Das liegt auch an dem sogenannten OEM-Geschäft, der Fertigung für Hersteller wie Ford und Mercedes Benz. Diese Fahrzeuge werden auch weiterhin am Traditionsstandort Wiedenbrück gefertigt. Ausgegliedert wird die Produktion der eigenen Fahrzeuge. Die Baureihen Columbus und Amundsen werden zukünftig im neuen Werk in Gotha gefertigt. Derzeit wird die Produktion nach dem Anlauf bei rund 500 Fahrzeugen im Jahr liegen. Das Ziel liegt jedoch mit 1.000 Kastenwagen doppelt so hoch. Platz und Kapazitäten sind ausreichend vorhanden. Die Modelle Jules Vernes und Keppler werden bei Fleurette in Frankreich gefertigt. Auch hier investiert die Rapido-Gruppe in ein neues Werk.

Variabler Kepler

Bei der Präsentation der 2018er Modelle gab es bei Westfalia drei Neuheiten. Die Premiere Nummer ein der der Kepler Six. Der Grundriss auf einem Volkswagen T6 mit langem Radstand ist besonders variabel und flexibel. Bis zu sechs Sitzplätze lassen sich im Alltagsbetrieb realisieren, für vier Personen bietet der Keppler Six ein Nachtlager. Durch das Schienensystem lässt sich der Innenraum nach den individuellen Anforderungen anpassen. Stauraum und Sitzplätze sind bei diesem Fahrzeug maximal variabel.

Kurzer Columbus

Die zweite Neuheit ist auch gleichzeitig ein Herausforderer des „Bullis“. Beim neuen Columbus 540 handelt es sich um einen Kastenwagen auf Fiat Ducato mit nur 5,41 Meter Länge. Mit quer eingebautem Heckbett, einer Nasszelle, einem Küchenblock und einer Halbdinette bietet der kleien Columbus alles, was es bei de größeren Modellen auch gibt. Dazu gehört auch die Warmwasserheizung, die in dieser Fahrzeuggröße sonst unüblich ist. Erstmals bietet Westfalia für einen Ducato optional ein Aufstelldach an, dass zusätzlich an der Front mit einem Spoiler versehen ist.

Neugeburt des Sven Hedin

Das Highlight der Neuvorstellungen war die Wiederauferstehung des Sven Hedin. Das neue Spitzenmodell von Westfalia ist ein Ausbau auf Basis des Volkswagen Crafters. Die Besonderheit steckt hier im Detail. Beim klassischen Kastenwagengrundriss ist das Heckbett quer eingebaut. Was beim Fiat Ducato, dem breitesten Fahrzeug der Klasse, schon schwierig wird, ist beim Crafter serienmäßig nicht möglich: eine vernünftige Bettenlänge. Um auf feste Kunststoffhutzen im Heck verzichten zu können, haben die Ingenieure eine Art Mini-Slide-Out entwickelt. Im Stand fährt auf Knopfdruck eine Hutze aus, die eine Bettenlänge von zwei Metern ermöglicht. Damit hat der Sven Hedin das Zeug zum Erfolgsmodell, auch wenn auf der Pressekonferenz nur ein früher Prototyp zu sehen war. Interessant dürfte auch der Einsteigspreis von knapp unter 60.000 Euro sein.

Die neuen Modelle werden wir in den nächsten Ausgaben detaillierter vorstellen.

Info: www.westfalia-mobil.net