Das Fest zum Ende des Winters - Biikebrennen

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Das Fest zum Ende des Winters - Biikebrennen

Januar 28, 2017 - 07:55
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Auch wenn das Christentum auch im Norden der Republik längst Einzug gehalten hat, haben sich einige heidnische Bräuche bis heute gehalten.

Die Nordfriesen treiben am 21. Februar den Winter und die bösen Geister aus. (Foto: Tourismus Pellworm)

Lust auf ein Wochenende am Meer? Am 21. Februar wird es im Lande der Nordfriesen urgemütlich, denn dann wird an der Küste, auf den Inseln und Halligen mit gewaltigen Biikefeuern der Winter ausgetrieben. Dazu wird gegessen, getrunken und getanzt. Rund 50 Feuer brennen auf den Inseln und Halligen und dem nordfriesischen Festland an diesem Abend.

Die Biike geht bis auf heidnische Zeiten zurück und sollte zum Ende des Winters die bösen Geister vertreiben. Von diesem Ursprung hat sich bis heute teilweise in Nordfriesland der Brauch erhalten, eine Strohpuppe mit zu verbrennen. 2014 wurde das Biikebrennen in das nationale Verzeichnis der immateriellen Kulturgüter aufgenommen. Der Begriff stammt aus dem Sylter Friesisch und bedeutet „Feuerzeichen“.

Beim Biikebrennen, dem ältesten nordfriesischen Brauch, sind die Einheimischen bis heute mit Begeisterung dabei. Mancherorts sammeln die Konfirmanden schon Wochen vorher Holz und Reisig, aber auch in den friesischen Vereinen und in den Küchen geht es rund. Und wenn der riesige Holzstoß dann heruntergebrannt ist, treffen sich die Nordfriesen und ihre Gäste zum deftigen Grünkohlessen mit Kasseler und Schweinebacke, Teepunsch und Grog.

Weitere Infos zu den Veranstaltungsorten des Biikebrennens 2017 finden sich auf http://www.nordseetourismus.de/biikebrennen-nordsee